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Vorarlberg. Eine Vierteljahreszeitschrift 1967-002

Bibliographic data

fullscreen: Vorarlberg. Eine Vierteljahreszeitschrift 1967-002

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Vorarlberg
Subtitle:
Vierteljahreszeitschrift ; Zeitschrift für Kultur und Wirtschaftsleben
Place of publication:
Bregenz

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz488523486
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Vorarlberg. Eine Vierteljahreszeitschrift 1967-002
Year of publication:
1967-002-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz488523486_1967_002

Section

Structure type:
Section
Title:
Nachrichten aus Kultur und Wirtschaft

Contents

Table of contents

  • Vorarlberg
  • Vorarlberg. Eine Vierteljahreszeitschrift 1967-002
  • Title page
  • Contents
  • Nachrichten aus Kultur und Wirtschaft
  • Meisterwerke der Plastik aus Privatsammlungen im Bodenseegebiet
  • Holland und Orient auf dem Bodensee
  • Fünf Jahre Wagner College in Bregenz
  • Five years of Wagner College in Bregenz
  • An American College girl in Bregenz
  • Die geschichtliche Entwicklung Feldkirchs
  • Fridtjof Nansen
  • Mit Fridtjof Nansen auf der Valluga
  • Das Kleine Walsertal
  • Silvretta: einsame Gipfel - erfüllte Bergsteigerträume
  • Nachwuchsförderung - Dienst an der Wirtschaft
  • Vom Bregenzerwald nach Zentralrußland
  • Die Textilmesse im Textilland
  • Im Zeichen der Würde
  • Nachrichten aus Kultur und Wirtschaft

Full text

NACHRICHTEN 
AUS KULTUR UND WIRTSCHAET 
Vorarlberger Firmen auf ausländischen Messen 
Audi heuer wieder beteiligen sich namhafte 
Vorarlberger Firmen als Aussteller auf auslän 
dischen Messen und dokumentieren damit die 
Leistungskraft der Vorarlberger Industrie. So 
nahmen verschiedene Industrie- und Gewerbe 
betriebe an der Internationalen Frankfurter 
Messe, der Wintersportmesse in Grenoble, der 
Ideal Home Exhibition in London, der Messe 
in Tokio, der Rand Easter Show in Johannes 
burg, der Messe in Sidney und der Spielwaren 
messe in Nürnberg teil. Über Aufforderung der 
Handelskammer in Feldkirch und des Landes 
verbandes für Fremdenverkehr stand bei der 
Kojengestaltung die Imagebildung „Vorarl 
berg“ im Vordergrund. Großfotos, Steher, Pla 
kate und Prospekte des Landesverbandes für 
Fremdenverkehr fanden bisher ihren zweck 
dienlichen Einsatz. 
Bregenz begann mit dem Bau der Seebühne 
hkb. Als Idyll will Adolf Rott das heurige 
Spiel auf dem See, die komische Oper „Zar 
und Zimmermann“ von Albert Lortzing, insze 
nieren. Bühnenbildner Ottowerner Mayer von 
der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf 
und dem Bonner Opernhaus will dazu ein 
holländisches Genre-Bild schaffen. Die beiden 
Mitglieder des Triumvirats der Bregenzer See 
festspiele trafen sich in Bregenz zu einer ersten 
Regiebesprechung. Dirigent Hans Lenzer von 
der Deutschen Oper Berlin wird später zu ihnen 
stoßen. 
Ottowerner Mayer und Prof. Hans Lenzer 
wirken heuer zum ersten Mal im Spiel auf dem 
See. Mayer brachte schon sehr früh das Modell 
für die Seebühne nach Bregenz. Es bringt in 
Übereinstimmung mit der Inszenierungsidee 
eine Abkehr von der „leeren Bettlerfaust“, als 
die sich die dekorationslose Seebühne der letz 
ten Jahre nach den Worten Adolf Rotts prä 
sentiert hatte. Heuer gibt es wieder Aufbauten, 
blühende Tulpenfelder, drehende Windmühlen 
flügel, alte Kanonen und holländische Back 
steinhäuschen auf Rädern als bewegliche Deko 
rationselemente, die zusammen mit Stadtmauern 
und Toren jede Art von Stadtbild zaubern 
lassen. Um 180 Grad gedreht, verwandeln sich 
die Häuschen in Wände aus Delfter Porzellan, 
die — im Vordergrund zusammengerückt — 
Detailszenen ganz nahe an die 6.400 Zuschauer 
auf der Riesenbühne heranrücken lassen. Auf 
Wasserspiele wird — ausgenommen das Ballett 
auf dem See — heuer verzichtet, und auch die 
Akustikanlage wird nur bei ungünstiger Wit 
terung in Betrieb genommen. 
Als Ballett auf dem See werden heuer „Sche- 
herezade“ von Nikolai Rimski-Korssakow und 
die Pollowetzer Tänze aus „Fürst Igor“ von 
Alexander Borodin aufgeführt. Hier werden, 
im Gegensatz zum konzentrierteren Spiel auf 
dem See, auch die Seiteninseln mitbenützt, und 
hier kommt auch die Raumbühne wieder zu 
ihrem Recht. Die holländischen Kulissen im 
Hintergrund werden abgedeckt, und auf der 
Tanzfläche wird, abgesehen von zwei Käfigen 
mit Tauben, nur mit Licht und beweglichen Re 
quisiten, mit Stoffen, Fahnen, Zelten gearbeitet. 
Ahgewrackt wurde das große Festspielschiff, 
dessen Aufbauten so hoch waren wie jene der 
„Santa Maria“, mit der Columbus Amerika 
entdeckt hatte. Es war ob seiner Größe ziem 
lich unbeweglich und wurde nur mit Hilfe eines 
Seilzuges vom Hintergrund langsam an die 
Spielbühne herangezogen. Heuer wird ein voll 
bewegliches Schiff eingesetzt, das aus eigener 
Kraft die Bühne umkreisen wird. 
Festspielpräsident Kommerzialrat Walter 
Rhomberg betonte vor Pressevertretern, daß 
die Vorbereitungen für das Spiel auf dem See 
noch nie so zeitig einsetzen konnten wie im 
heurigen Jahr. Die Bühnenbauer können auf 
diese Weise vom derzeit noch sehr niedrigen 
Wasserstand des Bodensees profitieren. Noch 
muß sich der Bühnenbau auf die großflächige 
Raumbühne verbreitern. Sobald aber wesent 
liche Teile der Holzbühne abbruchreif werden, 
ist eine Verkleinerung und damit eine Konzen 
tration des Bühnengeschehens das Ziel künfti 
ger Überlegungen. Erwogen wird die Kon 
struktion einer auf schweren Pontons auf ge 
bauten Schwimm-Bühne, die unabhängig wäre 
von den am Bodensee sehr starken Veränderun 
gen des Wasserstandes. 
2
	        

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