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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliografische Daten

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat
Untertitel:
Vorarlberger Monatshefte
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
Heimat-Verl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Veröffentlichungsjahr:
1931-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Heft 11

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Curti, Notker
Titel:
Etwas von der Kunkel
Beteiligte Personen:
Curti, Notker

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Etwas von der Kunkel
  • Um die Dornbirner Flurnamen
  • Ein halbes Jahrhundert wissenschaftlicher Schriftstellerei
  • Der alte Bartl (Schluß)
  • Jahresrechnung des Vorarlberger Landesmuseums 1929
  • Bücherschau
  • Heft 12

Volltext

1 
12. 
Jahrgang 
Lwbember 1931 titit 11 
I 
K 
!-Etwas 
von 
der Kunkel 
Von 
P. 
Notker-Curti, Disentis 
I 
Der 
größere 
Teil 
Vorarlbergs 
hat 
eine 
Bevölkerung, die ähnlich zusammen- 
gesetzt 
ist, 
wie 
die 
Graubündens: 
eine 
romanische Stammbevölkerung, die 
| 
später 
germanisiert 
wurde 
und 
deutsche 
Walser, 
die 
meist die Nordhänge und 
Seitentäler 
besiedelten, 
weil 
diese 
noch 
kaum 
oder 
schwach besetzt waren. Was 
von 
Vorarlberg 
früher 
zum 
Bistum 
Konstanz 
gehörte 
ist 
schon sehr früh deutsch 
geworden, 
roas 
indes 
meist 
zu 
Chur 
gehörte 
blieb 
in 
den 
letzten Resten noch 
lange 
romanisch, 
wurde 
aber 
viel 
intensiver 
von 
zwei 
Seiten 
germanisiert als 
Graubünden, 
tvo 
trotz 
der 
Zugehörigkeit 
zum 
deutschen 
Reich, 
trotz der Ein- 
Wanderung 
deutschen 
Adels 
und 
deutscher 
Walser, 
das 
geschlossene 
germanisierte 
Gebiet 
schon 
vor 
den 
Toren 
von 
Chur 
zu 
Ende 
ist. 
Außerdem 
gehören 
zu 
Grau- 
bünden 
von 
jeher 
ganz 
italienische 
Täler, 
die 
sich 
alle 
nach 
Süden 
öffnen 
und 
ihren 
Zusammenhang 
mit 
der 
Lombardei 
oder 
dem 
Tessin 
nicht 
verleugnen 
können. 
Anders 
bei 
den 
Romanen. 
Schon 
aus 
Erhaltungstrieb 
wünschen 
sie 
keinen 
Zusammenhang 
mit 
Italien 
und 
haben 
sich 
von 
dort 
verhältnismäßig 
wenig 
beeinflussen 
lassen. 
Es 
wäre 
nun 
interessant 
zu 
untersuchen, 
wie 
sich 
bei 
Deutschen, 
Italienern 
i 
und 
Romanen 
in 
der 
Sachkultur 
fremder 
Einfluß 
geltend 
macht. 
Wenn 
man 
vom 
Alpbetrieb 
absieht, 
könnte 
man 
an 
manchen 
Geräten, 
die 
eine 
Kulturwelle 
^ 
in 
die 
Berge 
verschlagen 
oder 
dort 
verändert 
hat 
diese 
Einflüsse 
zeigen. 
Ich 
möchte 
nur 
eines 
herausgreifen, 
nämlich 
die 
Kunkel. 
Durchs 
ganze 
Mittelalter 
bis 
in 
die 
Neuzeit 
hinein 
war 
die 
Waffe 
das 
Zeichen 
des 
freien 
Mannes, 
die 
Kunkel 
begleitete 
die 
Frau 
durchs 
Leben, 
darum 
nannte 
man 
Schwertlehen 
solche, 
die 
nur 
auf 
männliche 
Nachkommen 
über- 
gingen, 
während 
ein 
Kunkellehen 
beim 
Aussterben 
des 
Männerstammes, 
auch 
weiblichen 
Erben 
zufallen 
konnte. 
Wie 
Königin 
Berta 
von 
Burgund 
auf 
ihren 
' 
Reisen 
immer 
die 
Kunkel 
am 
Sattel 
des 
Reitpferdes 
befestigt 
hatte, 
so 
machten 
sich 
alle 
fleißigen 
Frauen 
an 
der 
Kunkel 
zu 
schaffen, 
wenn 
nicht 
dringendere 
I:/ 
, 
. 
' 
' '
	        

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