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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliographic data

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat
Subtitle:
Vorarlberger Monatshefte
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Heimat-Verl.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Year of publication:
1931-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Section

Structure type:
Section
Title:
Heft 6 und 7

Article

Structure type:
Article
Author:
Ender, Hans
Title:
Die Handwerkszunft in Götzis
People involved:
Ender, Hans

Contents

Table of contents

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Title page
  • Contents
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Title page
  • Contents
  • Kloster Viktorsberg
  • Waldschlößle
  • Dr. Albert Ritter
  • St. Arbogast
  • Nibelungenjahr
  • Altmontfort
  • Der Geist der Gotik im künstlerischen Schaffen des Vorderlandes
  • Zwei Vorderländer Maler
  • Jakob Jon
  • Franz Fidelis Jubele - ein Vorarlberger Abenteurer
  • Zur Geschichte des „Agrarkommunismus" unserer alten Bauerndörfer
  • Die Handwerkszunft in Götzis
  • Über die Entwicklung der Stickerei-Jndustrie in Götzis und im Vorderlande
  • Rückkehr
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Full text

196 spät gegründet. Die Ursache ist rvohl darin zu suchen, daß durch den dreißig- 
jährigen Krieg und deren Folgen das Volk vollständig verarmte. Zermürbt 
und 
zertreten lag der Bauer darnieder und auf Land und Gemeinden lagen 
schroere 
Schulden. Wenn mir bedenken, daß in Bregenz 1603, 94 Handwerker 
als 
selbständige Meister waren und 40 Jahre später nur noch etwa 40 Meister 
ihr 
Dasein 
fristen konnten und kaum noch den Lebensunterhalt verdienten, so 
sehen 
wir 
roohl 
deutlich, rote die Verarmung vor sich gegangen mar. 
Erst 
als 
sich 
dann gegen Ende des 17. Jahrhunderts das Volk rnieder etrnas 
erholt 
hatte 
von 
den 
Schäden, da begann eine etrnas regere Bautätigkeit. Die 
neuen 
Ideen 
kamen 
nun 
auch in die Märkte und Dörfer und fanden in den breiten 
Schichten 
des 
Volkes 
Anklang. Die Zünfte mctren schon etrnas freier eingestellt 
als 
man 
annimmt 
und 
rnaren 
besonders hier immer rnieder Einflüsse aus dem 
Appenzellerland 
bemerkbar. 
Es 
hat 
auch 
merkrnürdig 
lange 
gedauert, bis die Meister von Götzis den 
Boden 
so 
rneit 
geebnet 
Hattert, 
um 
die 
Zunft ins Leben zu rufen. Um die Wende 
des 
17. 
Jahrhunderts 
finden 
mir 
sie 
am 
Werke. Die Schreinermeister Gally 
Loacker 
und 
Mathias 
Marte 
aus 
der 
Schulende (heute Götznerberg) hatten 
nach 
mühseliger 
Vorarbeit 
und 
nach 
scheinbar langen Versuchen die Zunft 
schaffen 
können. 
Die 
Urkunde 
vom 
20. 
Oktober 
1712 gibt das kund. 
Diese 
Urkunde 
hat 
nachstehenden 
Wortlaut: 
Wir 
Entsbenanndte 
bekennen 
hiemit 
demnach 
von der Jnnspruggischen 
ehrsamen 
Handtrnerkh 
von 
der 
Haupt 
Laad 
abgegebenen 
Viertel Laade Ein­ 
gehändigt 
und 
verfertiget 
morden. 
Vor 
die 
angemeldeten 
mit ihrem Geld 
bezahlt 
haben: 
26 
Fl. 
Alljährlich 
auf 
St. 
Gallentag 
der 
vorbemeltenHauptlade 
30kreuzer 
abzugeben. 
So 
aber 
mit 
nur 
noch 
ein 
ständiges 
Handmerk 
einverleibt 
merde. So 
alle 
hernach 
alljährlich 
35 
kreuzer 
bezahlt 
und 
gut 
gemacht 
merden. 
Zu 
mehrerer 
EröffnWerung 
dessen 
mit 
2 
gleichlautenden 
Stücken 
beschrieben 
und 
jedem 
teil 
eines 
zu 
Handen 
bestellt 
morden, 
geben 
den 
20. 
Oktober 
1712. 
Siegel 
Meister 
Schleil 
Haller 
Dischler 
Siegel 
Meister 
Josef 
Vögele 
Dischler 
Siegel 
Meister 
Josef 
Leonhard: 
Dischler 
Siegel 
Meister 
Michel 
Boder 
Dischler. 
Bereits 
schon 
1711 
hatte 
Schreinermeister 
Josef 
Loacker 
von 
Götzis 
mit 
der 
Jnnsbrucker 
Zunft 
verhandelt 
und 
auch 
zu 
diesen 
Verhandlungen 
den 
Rechtsanmalt 
Dr. 
Johann 
Anton 
Umniggl 
beigezogen. 
Es 
sind 
auch 
im 
Archiv 
Bestätigungen 
dieses 
Genannten 
über 
empfangene 
Gelder. 
Ein 
Schreiben 
der 
Hauptlaad 
zu 
Innsbruck 
vom 
Jahre 
1712 
bescheinigt 
auch, 
daß 
Josef 
Loacker 
Meister 
des 
Schreinerh 
andm 
erks 
zu 
Götzis 
für 
eine 
viertel 
Laad 
dem 
S 
chr 
einer 
- 
handmerk 
zu 
Sulz 
und 
Götzis 
26 
Gulden 
bezahlt 
hat. 
Zu 
dieser 
Zeit 
hatte 
Götzis 
mit 
den 
Parzellen 
Schefel 
und 
Altach 
etma 
1000 
Einmohner. Einmohner.
	        

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