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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliografische Daten

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat
Untertitel:
Vorarlberger Monatshefte
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
Heimat-Verl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Veröffentlichungsjahr:
1931-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Heft 6 und 7

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Ender, Hans
Titel:
Franz Fidelis Jubele - ein Vorarlberger Abenteurer
Beteiligte Personen:
Ender, Hans

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kloster Viktorsberg
  • Waldschlößle
  • Dr. Albert Ritter
  • St. Arbogast
  • Nibelungenjahr
  • Altmontfort
  • Der Geist der Gotik im künstlerischen Schaffen des Vorderlandes
  • Zwei Vorderländer Maler
  • Jakob Jon
  • Franz Fidelis Jubele - ein Vorarlberger Abenteurer
  • Zur Geschichte des „Agrarkommunismus" unserer alten Bauerndörfer
  • Die Handwerkszunft in Götzis
  • Über die Entwicklung der Stickerei-Jndustrie in Götzis und im Vorderlande
  • Rückkehr
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Volltext

186 Nelson'scheu Admiralschiffes geschnitzt gewesen sein. Andere hohe Herren be- schenkten ihn gleichfalls mit namhaften Geschenken und Jubele soll dann immer 
bevor er seine Vorträge hielt, die Geschenke vorgezeigt haben. 
Im Jahre 1812 ist Jubele in Petersburg. Dort trifft er mit Ernst Moritz 
Arndt 
zusammen. Arndt schildert ihn als einen prächtigen Menschen, als das 
Bild 
eines 
echten stattlichen deutschen Mannes. Arndt macht ihn mit General 
Antfeld 
bekannt und so kommt er auch zu Freiherr von Stein. Nun reißen 
sich 
sozusagen 
alle 
Gesellschaftskreise um ihn und er schildert und erzählt in alt- 
gewohnter 
Weise 
die Kämpfe der Tiroler und Vorarlberger und singt am 
Schlüsse 
seine 
Spottlieder zur Laute. Die Herzogin Alexandra begleitete sogar 
seine 
Lieder 
am 
Klavier 
bei besonders feierlichen Anlässen und es scheint sogar, 
daß 
Jubele 
mit 
allen 
Persönlichkeiten in nahe Beziehungen kam. Der Kaiser 
von 
Rußland 
mar 
ihm 
besonders gewogen und Jubele spielte beim Hof tat- 
sächlich 
eine 
große 
Rolle. 
Durch 
irgend eine Sache scheint aber das Verhältnis 
eine 
Trübung 
erfahren 
zu 
haben. 
Jubele ist eines Tages aus Petersburg ver- 
schwunden. 
Wir 
finden 
ihn 
dann 
in 
Götzis 
wieder. Warum er so über Nacht seine 
alte 
Heimat 
aufsuchte, 
erscheint 
etwas 
rätselhaft. 1816 reichte er beim Guber- 
nium 
ein 
Gesuch 
um 
Verleihung 
der 
Maria-Theresia-Ordens-Pension ein. 
Welchen 
Erfolg 
er 
dabei 
hatte, 
ist 
nicht 
bekannt. 
1817 
erging es ihm sehr schlecht. 
Im 
Sommer 
wird 
sein 
Besitz 
vergantet. 
Er 
verschwindet in Götzis, obwohl 
er 
keinen 
Paß 
von 
der 
Behörde 
bekam, 
so 
war 
es 
ihm 
doch 
möglich nach Peters­ 
burg 
zu 
kommen. 
Kaiser 
Alexander 
nahm 
ihn 
sehr 
gütig 
und wohlwollend 
auf 
und 
gar 
bald 
hatte 
er 
wieder 
alle 
Herzen 
gewonnen. 
Er 
verstand es sogar, 
bei 
Reorganisation 
des 
russischen 
Postwesens 
seine 
Meinungen 
hineinzubringen 
und 
als 
Folge 
soll 
er 
dann 
zum 
Generalpostmeister 
ernannt 
worden 
sein. Sein 
Sohn 
Ferdinand, 
geboren 
am 
3. 
November 
1806, 
erhielt 
am 
17. 
Juni 
1821 einen 
Paß 
zur 
Reise 
nach 
Rußland. 
Er 
wird 
dann 
dort 
dem 
kaiserlichen 
Kadetten- 
korps 
eingereiht. 
Der 
alte 
Jubele 
starb 
am 
5. 
Mai 
1822 
in 
Petersburg. 
Sein 
Sohn 
kam 
dann 
Anfangs 
der 
dreißiger 
Jahre 
des 
vorigen 
Jahrhunderts 
mit 
großem 
Pomp 
als 
russischer 
Offizier 
nach 
Götzis, 
so 
erzählten 
die 
alten 
Leute, 
daß 
er 
mit 
einer 
Kutsche 
gekommen 
sei, 
an 
der 
drei 
Schimmel 
gespannt 
waren. 
In 
einem 
zweiten 
Fuhrwerke 
habe 
er 
Gepäck 
mit 
sich 
geführt. 
Er 
habe 
auch 
erzählt, 
daß 
er 
in 
amtlicher 
Mission 
in 
München 
zu 
tun 
habe. 
Nach 
seiner 
Rück­ 
kehr 
nach 
Rußland 
war 
die 
Herrlichkeit 
zu 
Ende. 
Er 
konnte 
sich 
nicht 
mehr 
halten 
und 
kam 
wieder 
in 
seine 
Heimat, 
wo 
er 
sich 
kümmerlich 
durchbrachte. 
Eine 
taubstumme 
Tochter 
vom 
alten 
Jubele, 
die 
1803 
geboren 
wurde, 
starb 
in 
den 
achtziger 
Jahren 
im 
Armenhause 
in 
Götzis. Götzis.
	        

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