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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliografische Daten

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat
Untertitel:
Vorarlberger Monatshefte
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
Heimat-Verl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Veröffentlichungsjahr:
1931-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Heft 6 und 7

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Ender, Hans
Titel:
Franz Fidelis Jubele - ein Vorarlberger Abenteurer
Beteiligte Personen:
Ender, Hans

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kloster Viktorsberg
  • Waldschlößle
  • Dr. Albert Ritter
  • St. Arbogast
  • Nibelungenjahr
  • Altmontfort
  • Der Geist der Gotik im künstlerischen Schaffen des Vorderlandes
  • Zwei Vorderländer Maler
  • Jakob Jon
  • Franz Fidelis Jubele - ein Vorarlberger Abenteurer
  • Zur Geschichte des „Agrarkommunismus" unserer alten Bauerndörfer
  • Die Handwerkszunft in Götzis
  • Über die Entwicklung der Stickerei-Jndustrie in Götzis und im Vorderlande
  • Rückkehr
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Volltext

184 Die napoleonischen Kriege gaben solchen Gesellen auch mannigfache Ge- legenheit als Glücksritter auszuziehen. Wir erinnern uns an verschiedene 
solche Fälle im Weltkriege, wo auch allerlei abenteuerliche Naturen eine roill- 
kommene Gelegenheit hatten sich auszuleben. 
Ein 
solcher Abenteurer mar Franz Fidelis Jubele. Er dürfte um das 
Jahr 
1772 
geboren sein. Wo seine Wiege stand und wer seine Eltern waren, 
läßt 
sich 
nicht 
mehr feststellen. Angeblich soll er in der Nähe von Bregenz ge- 
boren 
sein 
und 
dann in ganz jungen Jahren zu Verwandten nach Götzis ge- 
kommen 
sein. 
In 
Götzis hatte er ein Haus und eine kleine Landwirtschaft. 
1809 
stand 
er 
im 
besten Mannesalter. Fünf Fuß und neun Zoll groß, ein 
kupferfarbiges 
Gesicht, 
rotblonde Haare und einen Backenbart. Er gab sich 
als 
Baumeister 
aus. 
Hormayer nennt ihn einmal einen tollen Maurerpolier. 
Von 
anderer 
Seite 
wird 
er 
als unruhiger rastloser Geist geschildert. Jubele 
hatte 
die 
besondere 
Begabung 
Ereignisse zu schildern und zu erzählen wie kein 
anderer. 
Durch 
seine 
Erzählungen 
war er im Stande die Leute zu fesseln und 
für 
Ideen 
zu 
begeistern. 
Diese 
Begabung war damals, wo keine Zeitungen 
mit 
Leitartikeln 
die 
Stimmung 
machten, sehr willkommen. Besonders viel 
machte 
er 
von 
sich 
reden 
über 
seine 
Heldentaten bei der Eroberung von Lindau. 
Robert 
Byr 
hat 
zwar 
in 
seinem 
Roman, 
„Anno 
Neun und dreizehn" ihm kein 
rühmliches 
Zeugnis 
ausgestellt. 
Hormayer 
benützte ihn dann als Stimmungs- 
mach 
er. 
Als 
die 
Feinde 
Bregenz 
besetzt 
hatten, 
zog 
Jubele im Auftrage Hör- 
mayers 
im 
Lande 
herum 
und 
erzählte 
mit 
begeisterten 
Worten von der gün- 
stigen 
Lage 
in 
Tirol, 
vom 
Heldenmute 
der 
Tiroler 
und 
von der Begeisterung 
derselben. 
Er 
soll 
durch 
seine 
Reden 
nicht 
unerheblich 
beigetragen haben, um 
den 
Widerstand 
im 
Lande 
neu 
zu 
beleben. 
Trotz 
aller 
Bemühungen 
gelang 
es 
ihm 
scheinbar 
nicht 
bei 
den Schützen 
als 
Kommandant 
unterzukommen. 
Nach 
dem 
Ende 
der 
Vorarlberger 
Erhebung 
ging 
er 
ins 
Oberinntal. 
Er 
taucht 
dann 
auf 
einmal 
als 
Major 
unter 
Firler auf. 
Im 
November 
1809, 
einige 
Tage 
nach 
der 
Eroberung 
der 
Mühlbacher 
Klause 
durch 
Rusca, 
kam 
es 
in 
der 
Gegend 
von 
Jmst 
zu 
einem 
Gefechte. 
Der 
Ausgang 
des 
Gefechtes 
war 
aber 
nicht 
besonders 
günstig. 
Unter 
vielen 
Verlusten 
mußten 
die 
Tiroler 
zurück. 
Nun 
forderte 
Jubele 
von 
Mils 
auf, 
alle 
Gerichte 
des 
Ober- 
inntales, 
des 
Stanzertales, 
des 
Vinschgaues 
und 
sogar 
die 
des 
Etschkreises 
zu 
Hilfe 
auf. 
Die 
Erhebung 
griff, 
dank 
seiner 
vorzüglichen 
Rednergabe, 
immer 
weiter 
um 
sich. 
General 
Raglovich 
wies 
aber 
den 
Angriff 
ab. 
Die 
Stanzer- 
taler 
legten 
die 
Waffen 
nieder. 
Jubele 
zog 
sich 
ins 
Patznaunertal 
zurück 
und 
beabsichtigte 
seine 
Truppe 
zu 
sammeln. 
In 
Galtür 
war 
Kriegsrat. 
Jubele 
begeisterte 
die 
Bauern 
und 
zeigte 
einen 
von 
Teimer 
erhaltenen 
Säbel. 
Er 
erklärte 
auch, 
daß 
die 
Nachricht 
vom 
Frieden 
nur 
erdichtet 
sei 
und 
verkündete 
Hilfe 
von 
Erzherzog 
Johann 
und 
Hofer. 
Er 
führte 
weiter 
aus, 
daß 
er 
über 
das 
Zeinisjoch 
müsse, 
um 
Vorarlberg 
aufzurufen, 
wenn 
aber 
seine 
Anwesenheit 
hier 
notwendig 
wäre, 
so 
bliebe 
er 
natürlich 
gerne 
da. 
Diese 
Reden 
verfehlten 
ihre 
Wirkung 
nicht 
und 
alle 
Herzen 
jubelten 
ihn 
zu,, 
er 
solle 
Vorarlberg 
schriftlich schriftlich
	        

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