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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliografische Daten

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat
Untertitel:
Vorarlberger Monatshefte
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
Heimat-Verl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Veröffentlichungsjahr:
1931-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Heft 6 und 7

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Ender, Hans
Titel:
Der Geist der Gotik im künstlerischen Schaffen des Vorderlandes
Beteiligte Personen:
Ender, Hans

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kloster Viktorsberg
  • Waldschlößle
  • Dr. Albert Ritter
  • St. Arbogast
  • Nibelungenjahr
  • Altmontfort
  • Der Geist der Gotik im künstlerischen Schaffen des Vorderlandes
  • Zwei Vorderländer Maler
  • Jakob Jon
  • Franz Fidelis Jubele - ein Vorarlberger Abenteurer
  • Zur Geschichte des „Agrarkommunismus" unserer alten Bauerndörfer
  • Die Handwerkszunft in Götzis
  • Über die Entwicklung der Stickerei-Jndustrie in Götzis und im Vorderlande
  • Rückkehr
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Volltext

168 sodaß diese Häuser heute noch fast durchwegs alle bewohnt sein können, ohne 
daß an der ursprünglichen Art Veränderungen oder Reparaturen notwendig 
waren. Im Gegensatze zum Herrenhaus steht das Bauernhaus. Und das 
Bauernhaus ist noch bodenständiger als das Herrenhaus. Das Bauernhaus j 
ist 
auch 
aus dem Wesen der Bewohner heraus gebildet. Unseren heutigen 
Menschen 
haftet diese wesenhafte, blutmäßige Verbundenheit mit dem Bauern- 
haus 
noch 
an, 
weil wir immer wieder Sehnsucht haben nach der Bauernstube, , 
nach 
dem 
alten, 
trauten, schlichten Jnnenraum. 
Das 
Bauernhaus 
ist bei uns ein Holzbau und zum Großteil ist der Urstil 
das 
Blockhaus. 
(Einige 
Beispiele haben wir, wo der Ständerbau als Urtyp 
anzusehen 
ist.) 
Der 
Blockbau ist in den Bergsiedlungen noch urwüchsig manchmal 
zu 
finden, 
wuchtiger 
und 
primitiver noch als im Tale. Das Haus in den Berg- 
siedlungen 
ist 
von 
ganz 
anderen 
Gesichtspunkten aus gebaut als das Haus im 
Tale 
und 
es 
liegen 
auch 
noch 
andere Wohnfunktionen zu Grunde. Im Rhein- 
taler 
Bauernhaus 
ist 
diese 
Wohnfunktion schon weiter ausgebildet, verfeinert, ! 
es 
liegt 
schon 
eine 
Art 
Heimkultur 
oder 
wie wir es nennen mögen, vor. Diese 
Heimkultur, 
die 
sich 
im 
Rheintale 
und 
auf 
schweizerischem Boden bis ins Appen- 
zellische 
Gebiet 
erstreckt, 
hat 
ihren 
Grund 
in 
den verschiedenen Tertilhaus- 
industrien, 
die 
hier 
eine 
andere 
Wohnfunktion 
forderten. Daher ist diese Wohn- 
Mint 
dem 
Berghause 
noch 
fremd. 
Im 
Rheintalhaus 
ist aber trotz dieser Wohn- 
kultur 
die 
Zweckform 
einzig 
gut 
geartet 
und 
auch 
der 
Raum als Zweckraum 
glänzend 
gelöst. 
Das 
Rheintalhaus 
stellt 
eigentlich 
die 
im 
weitesten vorgeschrittene 
Lösung 
des 
Holzhauses 
dar, 
die 
unter 
den 
gegebenen 
Voraussetzungen möglich 
ist. 
Es 
könnte 
hier 
das 
Wort 
„sachlich" 
(für 
diesen 
Wohnzweck) angewendet 
werden. 
Ein 
gutes 
Rheintalhaus 
ist 
das 
Gasthaus 
„Zum 
Rößle" 
in 
Altach-Bauern. 
Dann 
stehen 
einige 
gute 
Häusertypen 
in 
Müder, 
von 
denen 
ein 
Haus 
wegen 
dem 
hohen 
Giebel 
eine 
imposante 
Erscheinung 
ist, 
bei 
völliger 
Wahrung 
der 
Zweckform. 
Das 
Rote 
Haus 
in 
Meiningen, 
einige 
Häuser 
in 
Götzis, 
Koblach, 
Maus 
und 
Weiler 
lassen 
denselben 
Geist 
reden. 
In 
Röthis, 
Batschuns 
sind 
die 
Lösungen 
etwas 
anders 
und 
mehr 
den 
örtlichen 
Verhältnissen 
angepaßt. 
Die 
Anlage 
der 
Dörfer 
und 
Siedlungen 
ist 
verschieden 
und 
wird 
je 
nach 
dieser 
Anlage 
auch 
der 
Bautypus 
verändert. 
In 
Rankweil 
haben 
wir 
wieder 
etwas 
andere 
Bautypen, 
aber 
an 
allen 
diesen 
alten 
Häusern 
ist 
nichts 
daran, 
was 
nicht 
notwendig 
ist, 
und 
alle 
diese 
Häuser 
sind 
von 
der 
Heimkultur 
aus 
also 
von 
innen 
heraus 
gebaut 
worden. 
Und 
so 
wie 
unsere 
Vorväter 
gegenständlich 
und 
sachlich 
ihre 
Häuser 
gebaut 
hatten 
und 
eine 
Heimkultur 
schufen, 
so 
hatten 
sie 
auch 
die 
Einrichtung 
gehabt. 
Und 
diese 
Einrichtungen 
hatten 
eine 
Zweckmäßigkeit 
für 
die 
damalige 
Zeit, 
die 
besonders 
in 
der 
Wohnkultur 
des 
Rheintales 
sehr 
gut 
durchgebildet 
war. 
Leider 
ist 
fast 
alles 
verloren 
gegangen 
und 
nur 
noch 
ganz 
wenig 
Einrichtungen 
sind 
uns 
von 
früherer 
Zeit 
geblieben. 
Die 
Räume 
waren 
aber 
nicht 
bloß 
Zweck- 
räume, 
sie 
waren 
ein 
Hort 
der 
Familie 
und 
die 
Bewohner 
waren 
mit 
dem 
Wesen Wesen
	        

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