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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliografische Daten

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat
Untertitel:
Vorarlberger Monatshefte
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
Heimat-Verl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Veröffentlichungsjahr:
1931-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Heft 5

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Oßwald, Cajetan
Titel:
Albert Bechtold
Beteiligte Personen:
Oßwald, Cajetan

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Die Waldgeschichte Vorarlbergs (Schluß)
  • Albert Bechtold
  • Der alte Bartl (Fortsetzung)
  • Bücherschau
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Volltext

137 
danklichkeit geboren, stört die seelische Einheit und vermag die beabsichtigte 
Geschlossenheit doch nicht zu erzwingen: Es bleibt Füllsel und Verflauung. 
Die 
Gruppe birgt zwei starke Entwicklungsmöglichkeiten: Die eine geht 
aufs 
klassisch 
Abgewogene, Beruhigte, Gefällige; die andere aufs gotisch Aus­ 
drucksvolle 
und 
Sehnsüchtige. Die zweite Möglichkeit überwiegt. Einseitig 
wird 
sie 
sich 
kaum 
entfalten, nie explosiv werden. Die Anregungen, die von 
Hildebrand 
ausgingen, 
wirkten klärend; zum Ziel, zn dem es Bechtold drängte, 
konnte 
dessen 
klassische 
Selbstgenügsamkeit und Lebenskühle nicht führen. 
Schon 
den 
Akademiker 
ergriffen die traumzarten Plastiken des vier Jahre 
älteren 
Lehmbruck. 
Vieles 
deutet darauf hin, daß die Wege beider sich noch 
öfters 
kreuzen 
werden. (Schluß folgt.) 
Der 
alte 
Bartl. 
Erzählung 
von 
Adolf 
P 
i 
ch 
l e r. (Fortsetzung.) 
Der 
Winter 
brach 
an, 
furchtbar 
wie 
seine 
Stürme schritt die Nemesis 
durch 
das 
Land 
und 
zertrat 
das 
Heer 
des 
Korsen 
wie 
Gewürm. Wer be- 
rechnet 
die 
ungeheure 
Summe 
des 
Elends, 
welches 
sich 
nicht auf einzelne 
verteilte 
und 
dadurch 
kleiner 
wurde, 
sondern 
jeden 
mit 
voller 
Wucht traf, wo 
der 
Mensch 
mit 
entsetzlichen 
Qualen 
sühnte, 
was 
die 
Völker 
verbrochen, weil 
sie 
sich 
sklavisch 
dem 
Wink 
eines 
Titanen 
gekrümmt 
hatten 
und 
dadurch, so 
wie 
er 
zum 
Maß 
des 
Übermenschlichen 
emporklimmen 
wollte, 
unter 
das 
Maß 
des 
Menschlichen 
hinabgesunken 
war. 
Die 
Geschichte 
mag 
zitternd 
deii 
Spuren 
des 
ewigen 
Rächers 
folgen, 
die 
Poesie 
muß 
wie 
Moses 
bei 
dem 
Nahen 
Gottes 
vor 
diesem 
großartigen 
Schauspiel 
das 
Antlitz 
verhüllen. 
Die 
Bayern 
deckten 
den 
linken 
Flügel 
der 
Armee, 
sie 
wurden 
daher 
erst, 
nachdem 
diese 
fast 
aufgerieben 
war, 
in 
den 
Strudel 
gezogen. 
30.000 
wackere 
Krieger 
gingen 
hier 
unter. 
Auf 
einem 
schönen 
Platze 
Münchens 
ragt 
ein 
Obelisk 
mit 
der 
Inschrift: 
„Auch 
sie 
starben 
für's 
Vaterland." 
Das 
Erz 
kann 
nicht 
erröten. 
Ausgemergelt 
und 
erschöpft 
schleppte 
sich 
Bartl 
mit 
dem 
zerlumpten 
Troß 
weiter. 
Der 
Schrecken 
hatte 
ihn 
abgestumpft, 
selbst 
das 
Gefühl 
der 
Verzweif- 
lung 
war 
aus 
seiner 
Seele 
gewichen; 
nur 
wenn 
sein 
mattes 
Auge 
wieder 
auf 
einen 
kleinen 
Schneehügel 
fiel, 
unter 
dem 
ein 
Toter 
ruhte, 
wünschte 
er 
alles 
überstanden 
zu 
haben 
wie 
dieser. 
„Kosaken, 
Kosaken!" 
scholl 
der 
Schreckens- 
ruf 
durch 
die 
aufgelösten 
Glieder, 
die 
Raben 
krächzten, 
im 
Nebel 
wurden 
die 
langen 
Lanzen 
sichtbar; 
eine 
Salve, 
und 
sie 
verschwanden 
wieder, 
die 
Aas- 
geier 
des 
heiligen 
russischen 
Reiches. 
Lautlos 
wälzte 
sich 
der 
Trupp 
weiter; 
hier 
sank 
einer, 
niemand 
fragte 
wer? 
Heute 
mir, 
morgen 
dir! 
— 
Da 
sah 
Bartl 
einen 
toten 
Offizier 
in 
einen 
dichten 
Pelz 
eingehüllt 
am 
Wege. 
„Der 
braucht braucht
	        

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