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Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs 1917

Bibliographic data

fullscreen: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs 1917

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs
Subtitle:
hrsg. durch die Direktion des K.K. Statthalterei-Archives in Innsbruck
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Wagner
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz40801069X
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs 1917
Year of publication:
1917-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz40801069X_1917

Section

Structure type:
Section
Title:
Mitteilungen:

Article

Structure type:
Article
Author:
Heuberger, Richard
Title:
Zur Entstehung der Familiennamen
People involved:
Heuberger, Richard

Contents

Table of contents

  • Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs
  • Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs 1917
  • Title page
  • Contents
  • Abhandlungen:
  • Mitteilungen:
  • Literarische Rundschau:
  • Abhandlungen:
  • Mitteilungen:
  • Zur Entstehung der Familiennamen
  • Die kanonischen Bücher und ihr Wert
  • Die Kosten für die Universität in Innsbruck 1669-1704
  • Das Gemäldevermächtnis des Anton Biondini (1707)
  • Hofrat Dr. Josef Hirn, † 7. Februar 1917
  • Literarische Rundschau:
  • Pianzetta-Skizze in Stams
  • Piazetta-Altarbild der Münchener Pinakothek

Full text

182 
Mitteilungen. 
Würde diesen Karikaturen Kunstwert zuzusprechen sein, so wäre 
es nicht uninteressant, daß in ihnen zu einer Zeit, da die darstellende 
Kunst im allgemeinen noch nicht zur Wiedergabe der Porträtähnlich 
keit gediehen war, bereits das Streben nach dieser Eigenschaft er 
kennbar ist. 
Innsbruck. Richard Heuberger. 
Die kanonischen Bücher und ihr Wert. Durch lange Jahre 
habe ich mich mit tirolischen, kanonischen Büchern beschäftiget; ich 
habe dabei mancherlei Wahrnehmungen gemacht, die auch für weitere 
Kreise eine gewisse Bedeutung haben dürften, so daß es vielleicht 
berechtigt ist, wenn ich einige davon hier zu öffentlicher Kenntnis 
bringe. 
Wenn die kanonischen Bücher immer so geführt worden wären, 
wie dies heute nach den geltenden Vorschriften geschieht, wären sie 
wohl eine erschöpfende Quelle für genealogische Forschungen, man 
wäre in der Lage, lückenlose Stammtafeln aus ihnen herzustellen. 
Leider liegen die Dinge nicht so rosig. Zunächst reichen die Auf 
zeichnungen der Geburten, Trauungen und Sterbefälle nur ganz ver 
einzelt hinter das Jahr 1570 zurück, was sich ja aus der Tatsache 
sehr einfach erklärt, daß ihre Führung erst durch das Konzil von 
Trient obligatorisch geworden ist. In der Mehrzahl der Pfarren finden 
wir sie übrigens erst seit etwa 1600, vorausgesetzt, daß zu jener Zeit 
die Pfarre schon bestanden, oder sonst an dem betreffenden Orte eine 
selbständige Matrikenführung stattgefunden hat. Gegebenenfalls müßte 
man eben die Mutterpfarre feststellen, was durch die Angaben der 
Diözesanschematismen, der Archivberichte aus Tirol und durch topo 
graphische Werke (Tinkhauser, Staffier u. s. w.) sehr erleichtert ist. 
Aber auch, wo solche Verzeichnisse schon seit etwa 1600 bestehen, 
betreffen sie vielfach nur die Taufen; Trauungen und Sterbefälle ein 
zutragen, hat man oft erst später begonnen. Leider sind auch durch 
Brände und wohl auch aus ändern Ursachen manche Bände verloren 
gegangen; so fehlt für Schwaz alles bis 1720, ist in Steinach ein 
Band, der auch das Ende des 18. Jahrhunderts umfaßt, nicht mehr 
vorfindlich. Als Kuriosität mag hier erwähnt werden, daß sich ein 
Matrikenband aus der näheren Umgebung Innsbrucks bei einem Bauern 
vorgefunden hat, dem er zum Einlegen von Rauschgold gegeben worden 
war, damit dieses nicht zerknittere. 
In zahlreichen Fällen entbehren die Matriken der alphabetischen 
Register, manchmal sogar bis ins 18. Jahrhundert herauf; wo solche
	        

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