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Alemania / Zeitschrift für alle Gebiete des Wissens und der Kunst mit der Berücksichtigung der Heimatkunde 1937

Bibliographic data

fullscreen: Alemania / Zeitschrift für alle Gebiete des Wissens und der Kunst mit der Berücksichtigung der Heimatkunde 1937

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Alemannia
Subtitle:
Zeitschrift für Geschichte, Heimat- und Volkskunde Vorarlbergs
Place of publication:
Dornbirn
Publisher:
Vorarlberger Verl.-Anst. [in Komm.]
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407683461
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Alemania / Zeitschrift für alle Gebiete des Wissens und der Kunst mit der Berücksichtigung der Heimatkunde 1937
Year of publication:
1937-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407683461_1937

Section

Structure type:
Section
Title:
1937, Heft 1-2

Article

Structure type:
Article
Author:
Bilgeri, Benedikt
Title:
Vorarlberger beim großen Schützenfest in Zürich 1504
People involved:
Bilgeri, Benedikt

Contents

Table of contents

  • Alemannia
  • Alemania / Zeitschrift für alle Gebiete des Wissens und der Kunst mit der Berücksichtigung der Heimatkunde 1937
  • 1937, Heft 1-2
  • Title page
  • Imprint
  • Vorarlberger beim großen Schützenfest in Zürich 1504
  • Verborgener Explosivstoff zur Franzosenzeit
  • Ueber Namen und Herkunft des Hanns Wallfer zum Rotten Brunnen, Verfassers einer Reformation?- Streitschrift 1521
  • Die Maßnahmen der landesfürstlichen Regierung und der Kirche für Erhaltung und Neubelebung des katho­lischen Glaubens in Vorarlberg im 16. und 17. Jahrhundert
  • Mitteilung
  • Contents
  • 1937, Heft 3-4
  • 1937, Heft 5
  • 1937, Heft 6-12
  • Inhaltsverzeichnisse 1936 und 1937

Full text

— 4 — nach Kappel ziehen, Männer, die im italienischen, betn Ritter- und Bauern­ 
krieg gegeneinanderstehen werden. Denn auch die Reichsstädte vom Rhein bis zur Donau, eine Unmenge von 
Landstädten und Dörfern hatten Vertreter gestellt. Geistlich und Weltlich, 
Grasen 
und Fürsten wie Bürger und Bauern wallten ohne Unterschied der 
Limmat 
zu. 
Man findet es unerhört, daß in einer Zeit der schlechten Straßen 
und 
der 
Wegelagerer soviel Leute eine wochenlange Fahrt aus sich nahmen. 
Augsburg, 
Ulm 
und Nürnberg, die glänzenden Mittelpunkte Süddeutschlands 
sandten 
viele 
Hunderte, darunter die berühmten Welser, Bischer und Krafst. 
Der 
Kurzweil 
und 
Sicherheit halber machte man sich gern in großen Reise­ 
gesellschaften 
auf 
den 
Weg. Von Ravensburg kamen 180, von Wangen 120, 
von 
Marödorf 
86, 
Waldsee 
73, Kempten 61, Riedlingen 52, von Kaufbeuren 41 
usw. 
Noch 
Frankfurt, 
Mainz und Köln stellten kleinere Gruppen, die Tiroler 
ebenso 
wie 
die 
Franzosen 
am 
Iura. Und dann die Vorarlberger, von denen 
noch 
die 
Rede 
sein 
wird. 
Merkwürdig, 
auf 
was 
man 
da 
alles setzte, was für Kennworte man auf- 
schreiben 
ließ! 
Schier 
unübersehbar 
ist, was den Leuten passend erschien. Ge­ 
ralde 
dadurch 
gibt 
der 
Glückshafenrodel 
ungemein wertvolle Einsicht in das 
Sinnen 
und 
Trachten 
-des 
Volkes 
vor 
400 Iahren, das von seinem heutigen 
Verhalten 
weit 
entfernt 
ist. 
So 
denkt 
und 
spricht man heute nicht mehr. 
Auch 
damals 
war 
es 
gewiß 
üblich, 
auf 
sich 
selbst nach Belieben zu setzen. 
Das 
tat 
zum 
Beispiel 
der 
reiche 
Jakob 
Wirz 
einundsechzigmal umsonst. Unge­ 
wohnt 
wäre 
uns 
aber 
schon 
das 
Spielen 
auf 
Körperteile. Wolf von Bonstetten 
setzt 
auf 
seinen 
rechten 
und 
linken 
Arm 
wie 
Schenkel 
(11).5) 
Dann 
das 
Setzen 
auf 
andere 
Personen, 
besonders 
Familienmitglieder, die 
vielleicht 
nicht 
gar 
alle 
zur 
Stelle 
waren. 
Hans 
Hach 
von Hettlingen (508) 
spielt 
auf 
„das 
arm 
kind, 
das 
hinderm 
ofen 
sitzt". 
Der 
Hauptmann Ziegler, ein 
bekannter 
Reisläufer, 
setzt 
auf 
seinen 
„allerliepsten 
Buolen", 
auf „alle guotten 
Rellen 
(!)" 
und 
auf 
„frow 
Petita" 
(24). 
Ein 
Schwazer 
setzt 
auf 
„Jörgen 
Almen 
nüro 
geboren 
kindlin 
von 
Schwatz" 
(179). 
Simon 
Roll 
von 
Bern 
auf 
seine 
„schwyger" 
(— 
Schwiegermutter) und 
auf 
das 
„ungeboren" 
(71). 
Ein 
anderer 
auf 
„das 
nöchft 
kind, 
das 
dem 
Asmus 
wirtt 
von 
Liechtensteig" 
(442). 
Herr 
Walther 
Keßler 
zahlt 
auf 
Bryda, 
seine 
„Zungfrow, 
die 
kein 
win 
tvinckt" 
(55). 
Lustig 
muß 
es 
gewesen 
sein, 
wenn 
„die 
trunken 
rott 
von 
Wil 
us 
dem 
Thurgöw" 
erschien 
und 
ihr 
Los 
erstand. 
Und 
der 
gute 
Schützenwein 
hatte 
es 
gewiß 
auch 
Kylian 
Eberwynn 
ivoit 
Schweiz 
(179) 
angetan, 
als 
er 
mit 
einem 
Los 
„in 
der 
err 
(— 
Ehr) 
aller 
guotter 
trincker 
von 
Schwatz" 
seiner 
Zuchbrüder 
gedachte. 
Absonderlich 
erscheint 
es, 
wenn 
man 
sehr 
oft 
aus 
Heilige 
einlegte 
oder 
sich 
mit 
ihnen 
als 
Teilgenossen 
oder 
„Gemeinder" 
verband. 
Für 
die 
damalige 
Zeit 
und 
noch 
lange 
später 
ist 
ein 
solches 
Verhalten 
sehr 
volkstümlich. 
Hall 
Sam­ 
mer 
von 
Schwaz 
setzte 
„in 
der 
Er 
sant 
Anna 
selb 
dryt" 
(185). 
Barbara 
Lang- 
sryin 
an 
der 
Anpprugg 
setzt 
„in 
der 
Er 
11. 
F. 
zu 
Hetting" 
(— 
Hölting) 
(221). 
Einer 
läßt 
(33) 
die 
geheimnisvollen 
Heiligen 
„St. 
Artbet, 
St. 
Worbett 
und 
St. 
Merbett" 
aufschreiben. 
Der 
Schultheiß 
Hans 
von 
Sal 
von 
Winterthur 
setzt 
zehnmal 
auf 
sich 
selbst, 
zehnmal 
für 
seine 
Hausfrau, 
und 
je 
zehnmal 
für 
feine 
vier 
Söhne. 
Dann 
nimmt 
er 
Lose 
gemeinschaftlich 
mit 
St. 
Lorenz, 
5) 
Stets 
Seitenzahlen 
bei 
Heg>i. Heg>i.
	        

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