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Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1995-053

Bibliografische Daten

fullscreen: Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1995-053

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft
Publikationsort:
Frauenfeld
Verlag:
Ges.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407647066
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1995-053
Veröffentlichungsjahr:
1995-053-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407647066_1995_053

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft
  • Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1995-053

Volltext

Erich R. Müller 
Napf-Schuttfächer der Fall. Bei dieser Variante zur Entwicklungsge 
schichte stellen sich die offenen Fragen vor allem bezüglich des feh 
lenden, die Aufspreizungen begleitenden Vulkanismus. 
Die vielen offenen und noch zu lösenden Fragenkomplexe lassen 
sich kurz gerafft wie folgt zusammenfassen: 
- Allgemeine Entstehungsmechanismen 
- Wie waren wann die grossräumigen Entwässerungen gerichtet 
und welche Vorflutverhältnisse bestanden für die einzelnen 
Rinnensysteme? 
- Welche Gleichaltrigkeiten liegen in ihrer Entstehung vor? 
- Zusammengehörigkeiten: Welche Systeme korrespondieren 
mit welchen anderen? 
- Regionale vertikale Krustenbewegungsbeträge nach der Eintie- 
fung. Und: welche Auswirkungen fanden als Folge der Heraus 
hebung der östlichen Sedimentbedeckung des Schwarzwaldes 
und der angrenzenden Alb statt, deren Hebungsbetrag seit dem 
Obermiozän mehr als 500 m misst. 
- Weshalb blieben die vulkanischen Erscheinungen entlang den 
Störungslinien der Blattverschiebungen, respektive der Grenz 
blätter aus? 
Als auf der Hand liegende Gewissheit besteht wohl jene, dass die 
vielerorts festgestellten Rinnen nach Abschluss der Sedimentation 
der Oberen Süsswassermolasse - also ab dem oberen Miozän, vor 
etwa 1 0 Mio. Jahren - und vor der Ablagerung der ältesten in den 
Rinnen Vorgefundenen Sedimente eingetieft wurde. Hierzu gilt es 
zu bemerken, dass in einzelnen der mehrere hundert Meter mäch 
tigen Rinnen schon verschiedenste Moränen, ältere und älteste 
Seeablagerungen sowie auch Kieslager festgestellt wurden. Weil 
in ihnen zum Teil Sedimente gefunden wurden, die ohne weiteres 
als prärisseiszeitlich eingestuft werden können, kann geschlossen 
werden, dass eine prämindeleiszeitliche, wenn nicht gar noch 
viel ältere Rinneneintiefung durchaus als plausibel erscheinen 
kann. Dies hat allerdings zur Folge, dass dadurch die Deutung der 
oft als mindel- und günzeiszeitlich eingestuften Deckenschotter 
als fluviale Auffüllungen alter Hochflächen stark ins Wanken 
kommt. 
3. ZUM BUECHBERG-SCHOTTER 
3.1 Verbreitungsgebiet des Buechberg-Schotters 
Vor Beginn der neueren Sondierkampagne bestanden über dessen 
Verbreitungsgebiet nur lückenhafte Kenntnisse. Die ergiebige 
20
	        

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