Bodenseebibliotheken Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Werdenberger Jahrbuch 1991-004

Bibliografische Daten

fullscreen: Werdenberger Jahrbuch 1991-004

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Werdenberger Jahrbuch
Untertitel:
Beiträge zur Geschichte und Kultur der Gemeinden Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams und Sennwald : Historisch-Heimatkundliche Vereinigung des Bezirks Werdenberg
Publikationsort:
Buchs
Verlag:
Buchs Dr. u. Ver
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407473181
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Werdenberger Jahrbuch 1991-004
Veröffentlichungsjahr:
1991-004-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407473181_1991_004

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Werdenberger Jahrbuch
  • Werdenberger Jahrbuch 1991-004

Volltext

Wilhelm V. 
von Montfort 
11439 
Kunigunde 
von Werdenberg 
t 1443 
Heinrich 
von Werdenberg 
11447 
Agnes 
von Matsch 
11464 
Heinrich VI. 
von Montfort 
t 1444 
N. (Kunigunde?) 
von Werdenberg 
Wilhelm VIII. 
von Montfort 
zu Werdenberg 
11483 
Wilhelm VIII., Musterbeispiel der Verdichtung. 
«liederlichen» 161 Grafen nahm bald ein bö 
ses Ende. Graf und Gräfin verkauften am 
29. und 31. Oktober 1485 die Grafschaft 
Werdenberg und die Herrschaft Wartau 
an Luzern um 21 000 Gulden. 162 Doch 
schon wenig später belasteten Graf und 
Gräfin ihren Besitz in Gaienhofen so 
stark, dass sie auch diesen aufgeben muss 
ten: «Selbst den Hausrat und das Silber 
geschirr musste die verschwenderische 
Gräfin zurücklassen, so dass sie bettelarm 
aus Gaienhofen schied.» 163 1493 lag sie 
krank darnieder, konnte sich ihrer Gläu 
biger kaum mehr erwehren, so dass sie 
1495 den Rat von Zürich um Hilfe bat. 164 
Auch Graf Johann Peter brachte sein ge 
samtes Vermögen durch und versuchte 
sich als Landsknechtführer in den Kriegs 
zügen Kaiser Maximilians I. 165 
Kehren wir abschliessend noch einmal 
nach Werdenberg zurück. Dort war Graf 
Wilhelms illegitimer Sohn Heinrich Mont- 
forter 1492 durch den luzernischen Land 
vogt ins Gefängnis des Schlosses Werden 
berg gesteckt worden, weil er «ains klains 
maidtlin genöt und sinen bösen willen an 
im volbracht». 166 Graf Hugo XV., der 
Sohn Hugos XIII., intervenierte darauf 
hin und schickte seinen illegitimen Bruder 
Johannes Hugonis als Anwalt zu Hilfe. 
Heinrich Montforter wurde gegen Urfeh 
de entlassen; er versprach, sich nie mehr 
in der Grafschaft Werdenberg oder Wart 
au haushältlich aufzuhalten. Den Urfeh 
debrief siegelte neben Johannes Hugonis 
«der fromme feste Hans Fridrich Hewer», 
der illegitime Bruder der Klementa von 
Hewen (d.Ä.) 167 
Siegel der Klementa von Hewen 
(d.Ä.) von 1473. Allianzwappen 
«v. Montfort» und «v. Hewen» mit 
gotischer Inschrift «Menta vo 
Motfort». 
Dieser Urfehdebrief ist in mehrfacher 
Hinsicht ein bemerkenswertes Doku 
ment, vereinigt er doch die Namen von 
drei illegitimen Mitgliedern des Hauses 
Montfort zu Werdenberg. Insbesondere 
aber wird in diesem Dokument sichtbar, 
wie sehr der Adel abgewirtschaftet hatte: 
der illegitime Sohn des einstigen Schloss 
herrn musste Werdenberg und Wartau auf 
ewige Zeiten verlassen und dazu auf sei 
nen gesamten Besitz samt Hausrat zugun 
sten seiner Herren von Luzern verzichten. 
Literatur auf Schloss 
Werdenberg 
So sehr man auf Schloss Werdenberg auch 
Pferde und Hunde, Jagd und Narretei 
schätzte, so gibt es doch Anzeichen dafür, 
dass auch die schöne Literatur gefragt 
war. Lange Zeit galt es als sicher, dass die 
in der Stiftsbibliothek St. Gallen aufbe 
wahrte Handschrift B des Nibelungenlie 
des auf Werdenberg aufbewahrt wurde; 
doch hat Johannes Duft diese Ansicht mit 
guten Gründen zurückgewiesen. 168 Statt- 
dessen sei hier die These zur Diskussion 
gestellt, dass die am 12. Januar 1486 in 
Ulm im Druck erschienene «Schwäbische 
Chronik» von Thomas Lirer 165 in einer 
engen Verbindung mit Werdenberg steht. 
Klaus Graf, der wohl beste Kenner dieses 
Buches, hat überzeugend nachgewiesen, 
dass die «Schwäbische Chronik» im Um 
kreis Wilhelms V. oder Hugos XIII. ent 
standen ist. 170 Entscheidend für diese Ein 
schätzung ist das Argument, dass als gräf 
liche Auftraggeber nur Inhaber der mont- 
fortischen Gerichte in Graubünden in 
Frage kommen,' 71 somit also auch Wil 
helm VIII. oder Klementa von Hewen. 
Klaus Graf hat die Aussagen Lirers über 
die Grafen von Montfort und von Wer 
denberg gegenübergestellt 172 und festge 
stellt, dass es keine Bevorzugung der ei- 
142 Kindler-Knobloch 1905, S. 61. 
143 Kindler-Knobloch 1905, S. 61. 
144 Campeil 1887, S. 528. 
145 Liebenau 1890, S. 41. 
146 BayHSTA München, Urk. Montfort 204. 
147 Vochezer 1888, S. 729. 
148 Campeil 1887, S. 528f., betont mehrfach diese 
Tatsache. 
149 BayHSTA München. Urk. Montfort 206. 
150 Campell 1887, S. 528. 
151 BayHSTA München. Urk. Montfort 204. 
152 Vgl. dazu Felder 1911. S. 32. 
153 BayHSTA München, Urk. Montfort 206. 
154 Folgt aus der Urkunde BayHSTA München, 
Urk. Montfort 206. 
155 BayHSTA München, Urk. Montfort 207. 
156 BayHSTA München. Urk. Montfort 207. 
157 BayHSTA München. Urk. Montfort 209. 
158 Roller 1900/1908. S. 179, Nr. 86. 
159 Roller 1900/1908, S„ 179, Nr. 86. 
160 Liebenau 1890, S. 39. 
161 Liebenau 1890: S. 39. 
162 Liebenau 1890, S. 40. 
163 Liebenau 1890, S. 40. 
164 Liebenau 1890, S. 40. 
165 Liebenau 1890. S. 41. 
166 Hegi 1909, S. 77. 
167 Hegi 1909, S. 77. 
168 Duft 1979, S. 93ff. 
169 Lirer 1967. 
170 Graf 1987, S. 155. 
171 Graf 1987, S. 155, Anm. 3 
172 Graf 1987, S. 123ff.
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Ausgabe

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) DFG-Viewer OPAC
TOC

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Ausgabe

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Werdenberger Jahrbuch 1991-004. 1991-004-01.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welche Farbe hat der blaue Himmel?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.