Bodenseebibliotheken Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1989-02

Bibliografische Daten

fullscreen: Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1989-02

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Montfort
Untertitel:
Zeitschrift für Geschichte, Heimat- und Volkskunde Vorarlbergs
Publikationsort:
Dornbirn
Verlag:
Vorarlberger Verl.-Anst.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz278241670
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1989-02
Veröffentlichungsjahr:
1989-02-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz278241670_1989_02_mont_05_10_02

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Burmeister, Karl Heinz
Titel:
Der Musiker Elias Klein aus Jöhlingen
Beteiligte Personen:
Burmeister, Karl Heinz

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Montfort
  • Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1989-02
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Mag. Dr. Reinhold Bernhard zum Gedenken
  • Ökologie und Heimatbücher
  • Die spätmittelalterlichen Fresken am ehemaligen Bregenzer Gesellenspital
  • Das „Marienlied" in Vorarlberg
  • Der Mailänder oder Lindauer Bote
  • Ob blaue Strümpfe einer berühmten Vorarlbergerin zustehen
  • Der Musiker Elias Klein aus Jöhlingen
  • Geburtlichkeit und Sterblichkeit in Vorarlberg 1750-1850
  • Der „Kampf um Bregenz": Ein „episches Finale"?
  • Schrifttum

Volltext

Der Musiker Elias Klein aus Jöhlingen 
EIN JUGENDFREUND UND MITARBEITER VON SALOMON SULZER 
VON KARL HEINZ BURMEISTER 
In den frühen Jahren der Tätigkeit Salomon Sul- 
zers (1804-1890), des großen Hohenemser Kan 
tors und Komponisten, spielte in seiner nächsten 
Umgebung ein unbekannter Musiker eine Rolle, 
dessen Persönlichkeit erst in jüngster Zeit all 
mählich ans Licht getreten ist: Elias Klein. Da er 
sowohl im Leben Salomon Sulzers wie auch in 
der Musikgeschichte von Hohenems genannt 
wird, zudem aber auch sein Lebensschicksal kul 
turgeschichtlich von einigem Interesse ist, er 
scheint es nicht ganz ohne Reiz, die bisher be 
kannt gewordenen Tatsachen zu seiner Biogra 
phie zusammenzustellen. 
Als Salomon Sulzer das Kantorsamt 1820 in 
Hohenems antrat, war er erst 16 Jahre alt. Er hatte 
seine Ausbildung zunächst in Endingen und Ho 
henems erhalten und war dann nach Karlsruhe 
geschickt worden, von wo er 1819 nach Hohen 
ems zurückkehrte. 1 
Die Herkunft 
Wir dürfen davon ausgehen, daß Sulzer hier in 
Karlsmhe die Bekanntschaft des etwa gleichaltri 
gen Elias Klein gemacht hat. Denn Elias Klein 
wurde in (Walzenbachtal-) Jöhlingen in der näch 
sten Nachbarschaft von Karlsruhe geboren. Da er 
um 1820 als Sopranist und Hilfssänger Sulzers 
angestellt wurde, 2 liegt die Vermutung nahe, daß 
beide aus der gleichen Karlsruher Schule hervor 
gegangen sind. 
Hilfssänger in Hohenems und Wien 
1820-1826 und 1826-1827 
Über die Mitarbeit Kleins bei Sulzer berichten die 
Akten: „Gedachter Elias Klein hat bey Herrn 
Sulzer, so lange derselbe hier Vorsänger war, den 
Dienst als Sopranist beyläufig 6 Jahre versehen, 
und nachdem Sulzer nach Wien berufen wurde, 
hat dieser gedachten Klein mit sich dorthin ge 
nommen, woselbst er l'A Jahre in besagter Eigen 
schaft den Dienst versah." 3 Danach ließ seine 
Stimme nach, sodaß Sulzer sich von Elias Klein 
trennen mußte. 
Sulzer war am 9. Jänner 1826 nach Wien gereist 
und dort geblieben. 4 Man muß daher annehmen, 
daß der Aufenthalt von Elias Klein in Wien bis 
zur Jahresmitte 1827 gedauert hat. In den Akten 
wird präzisiert, daß Elias Klein als Sopransänger 
im israelischen Tempel in Wien angestellt war. 5 
Schächtgehilfe in Bozen 
1827-1829 ' 
Wie anderswo so läßt sich auch in Hohenems 
beobachten, daß das Amt des Kantors gewöhnlich 
mit dem des Schächters verbunden war, 6 Es über 
rascht uns daher nicht, daß auch Elias Klein, der 
eine berufliche Karriere als Vorsänger anstrebte, 
auch als Schächter tätig gewesen ist. Von Wien 
„begab er sich nach Bozen, woselbst er bey Herrn 
Gerson Marx, K. K. Postmeister, als jüdischer 
Schlachter angestellt wurde, wo er 2 Jahre ver 
blieben ist." 7 Markus Gerson gehört zu den ersten 
Juden, die sich seit dem 18. Jahrhundert wieder in 
Bozen niederließen. 8 
Hilfssänger und Musiker in Hohenems 
1829-1838 
Sulzers Nachfolger als Kantor in Hohenems war 
1826 Lazarus Fleischmann aus Ebelsbach (Bayern) 
geworden. 9 Elias Klein kehrte im Laufe des Jahres 
1829 nach Hohenems zurück, „wo ihn Herr 
Vorsinger Fleischmann zu dem dahier errichteten 
Chor bey dem Gottesdienst in der Synagoge als 
Gehülf verwendete". 10 
Diese Tätigkeit reichte jedoch für den Lebens 
unterhalt kaum aus. Und so wurde Elias Klein 
auch in Hohenems als Schächtgehilfe verwendet 
(„... da er hiesigem Vorsänger, Herrn Flei 
schmann, beym Schlachten aushülft, so erhält er 
auch von diesem Unterstützung .. ." n ). 
Daneben versuchte Elias Klein, durch Lehrtä 
tigkeit etwas hinzuzuverdienen. So hat er bei 
spielsweise, da er im Haus des Rabbiners wohnte, 
dessen Kinder unter dessen Aufsicht in den tägli 
chen Gebeten unterrichtet, wie wir 1831 er 
fahren. 12 
Elias Klein hatte demzufolge freie Wohnung in 
dem heute nicht mehr vorhandenen Rabbiner 
haus neben der Synagoge. Rabbiner war um diese 
Zeit Amschel Kafka, geboren 1791 in Cziemilice 
177
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Ausgabe

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) DFG-Viewer OPAC
TOC

Artikel

PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Ausgabe

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Artikel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Montfort : Zeitschrift F. Geschichte U. Gegenwart Vorarlbergs 1989-02. 1989-02-01.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welche Farbe hat der blaue Himmel?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.