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(Suppl.)-Bd. 1900 (4)

Bibliografische Daten

fullscreen: (Suppl.)-Bd. 1900 (4)

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Titel:
Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
Untertitel:
Politische und Cultur-Geschichte
Publikationsort:
Leipzig
Veröffentlichungsjahr:
19XX
Verlag:
Bong

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297596
Strukturtyp:
Band
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Titel:
(Suppl.)-Bd. 1900
Band, Heft, Nummer:
4
Publikationsort:
Berlin
Veröffentlichungsjahr:
1900
Verlag:
Bong
Größe der Vorlage:
VIII, 480 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
Ge 157/4
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733298541

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
[1900]

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Das Kunstgewerbe auf der Pariser Weltausstellung

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
  • (Suppl.)-Bd. 1900 (4)
  • Titelseite
  • Inhalt des vierten Bandes
  • Verzeichnis der Beilagen
  • Voll- und doppelseitige Bilder im Text
  • [1900]
  • Die Pariser Weltausstellung des Jahres 1900
  • Die Architektur der Weltausstellung
  • Die Ingenieurkunst im Dienste der Weltausstellung
  • Die Kolonial-Abteilung der Pariser Weltausstellung
  • Chemie und Physik auf der Weltausstellung
  • Das Kunstgewerbe auf der Pariser Weltausstellung
  • Die bildenden Künste auf der Weltausstellung
  • Die öffentliche Wohlfahrtspflege auf der Weltausstellung
  • Die Sehenswürdigkeiten der Weltausstellung
  • Der Krieg in Südafrika
  • [1800-1900]

Volltext

Innen⸗ 
dekoration. 
234 
900. 
und was doch vergebens gesucht wird. Bei einem Rundgang in solchem Sinne könnte man 
vielleicht wirklich eine Spiegelung dessen erlangen, was die Länder zum Schmuck des Lebens 
hun, welcher Art ihr Geschmack ist, welche Wege sie wählen, um ihm Befriedigung zu 
chaffen. Von dem, das am Markantesten dies ausdrückt, gehen wir aus, vom Heim, von den 
dier Wänden der Wohnung. 
Wir beginnen mit Deutschland und konstatieren hier sofort, daß die meisten der Innen— 
äume nicht von Möbelfabrikanten ausgestellt sind, sondern von Künstlern, von einzelnen, 
wie Melchior Lechter, Gabriel Seidl, Franz Stuck, Otto Eckmann, von Kollektivgruppen, wie 
den Münchener Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk und der unter dem Protektorat 
des Großherzogs von Hessen stehenden Darmstädter Künstlerkolonie. Diese Thatsache ist 
ungemein symptomatisch. Man erkennt daraus, welche wichtige Rolle jetzt das Kunstgewerbe 
in Deutschland spielen muß, wieviel Interesse ihm entgegengebracht wird. So lange hatte 
es bei uns geschlafen; nur hohe Kunst, Bilder und Plastik gab es; den Gegenständen des 
GBebrauches wendete keine Künstlerhand, keines Medicäers Güte sich zu, sie blieben der 
industriellen Massenherstellung überliefert. Be— 
schäftigung mit angewandter, mit Nutzkunst, er— 
schien Malern und Bildhauern unwürdig. Im 
Ausland, vor allem in England, blühte indessen 
die dekorative Kunst, und gerade die Künstler 
Walter Crane, Burne Jones unter Morris und 
Ruskins Führung erkannten es als bedeutungs— 
vollste Aufgabe, den Rahmen der menschlichen 
Existenz mit edlem Zierat zu schmücken, so daß 
jedes, auch das bescheidenste Gerät des Haus— 
haltes einen Schimmer von Schönheit trage. 
Allmählich keimt es nun bei uns auch. Und 
jeit fünf Jahren haben wir eine höchst lebendige 
auf allen Gebieten üich bethätigende, dekorative 
Bewegung, die nach ihren ersten Versuchen 
in ängstlicher Gefolgschaft des Auslandes nun 
energisch versucht, eigene Bahnen zu gehen. 
Hiervon liesern die Interieurs der deutschen 
Qünstler mancherlei Proben. 
Die Zimmer der Maler Bruno Paul und 
Bernhard Pankok (von den Münchener Werk— 
stätten ausgestellt), zeigen auf das 
glücklichste gewisse Hauptmerkmale mo— 
derner Geschmacksbestrebungen in der 
Innendekoration. Entschiedene Be— 
tonung alles Konstruktiven, rustikale 
Einfachheit, Verpönen alles den Mö— 
beln nur äußerlich unorganisch an— 
gehefteten Schmuckes. Die Stücke sollen 
wirken durch ihren logischen Aufbau,
	        

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(Suppl.)-Bd. 1900. Bong, 1900.
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