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Konstanzer Volksblatt. Tageszeitung für die werktätige Bevölkerung der Stadt Konstanz und Umgebung, Jg. 1930 (11)

Bibliographic data

fullscreen: Konstanzer Volksblatt. Tageszeitung für die werktätige Bevölkerung der Stadt Konstanz und Umgebung, Jg. 1930 (11)

Structure type:
Periodical
Collection:
Archive im Landkreis Konstanz
Title:
Konstanzer Volksblatt
Subtitle:
Tageszeitung für die werktätige Bevölkerung der Stadt Konstanz und Umgebung
Place of publication:
Konstanz
Publisher:
Oberbadische Genossenschaftsdruckerei Singen a. H. eGmbH

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1084148-9
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Archive im Landkreis Konstanz
Title:
Konstanzer Volksblatt. Tageszeitung für die werktätige Bevölkerung der Stadt Konstanz und Umgebung, Jg. 1930
Volume,Issue,Number:
11
Place of publication:
Konstanz
Year of publication:
1930
Publisher:
Oberbadische Druckerei und Verlagsanstalt Singen a. H. GmbH

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1084148-9_1930

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
Band 1: Januar bis Juni

Contents

Table of contents

  • Konstanzer Volksblatt
  • Konstanzer Volksblatt. Tageszeitung für die werktätige Bevölkerung der Stadt Konstanz und Umgebung, Jg. 1930 (11)
  • Band 1: Januar bis Juni
  • Band 2: Juli bis Dezember

Full text

— 
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————oee,eògreeeee—e—eeee,ereeeee—e—— — A IZlJaa s rEE833 — N —m — — 
druck und Verlag: Oberbabische Druckerei und Berlagsanstalt Singen a. H. G. m. b. H. — Redaktion und Geschäftsstelle; Konstanz, Hussenstraße 15. — Telephon Nr. 1972. — Telegramm⸗ 
drefse: Volksblatt“, Konstang. — Postscheckkonto Rr. 24089 Postschecaamt Karlsruhe. — Ausgabe: Täglich mit Ausnahme Sonntags und der gesetzlichen Jeiertage — Abonnementspreis: 
zugestellt den ganzen Monat 240 Mk. einschl. Trägerlohn. Bei der Post bestellt monatlich 2.330 Mk. ausschließlich Bestellgeld. Einzel-Nummer 10 Pfg. — Anzeigenpreis: Jür das Verbreitungsgebiet 
Uumm s8 Pfg. Auswärtige Anzeigen 10. Reklame 32 Pfg. 
Böchentliche Ant⸗ 
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Deutsche Arbeiterjugend knüpft das Friedensband. 
Der Verband der Arbeitergewerkschaften von Paris und 
Imgegend hat eine seit acht Tagen in Paris weilende De— 
egation der Deutschen Arbeiterjugend empfangen. Dieser 
srians stand im Zeichen der deutsch-französischen Ver⸗ 
J wee ändigung. 
rschien. In diesem Artikel, der durch eine karikaturistische 44 . . 
en ergänzt ist, wird dem Reichsprästdenten vor⸗ Herriot will gehen. Zwischen dem Bürgermeister von 
eworfen er habe deshalb nicht gegen den HYoungplan ge- Pon, Serriot. und den soziglistischen Gemein denertre— 
immt, weil er immer nur das tue, was ihm seine in, excn, im Swoner Gemein derat ist es zu Zwischenfällen we⸗ 
schen und marxxistischen Ratgeber einblasen“ Man dürfe —— A epee rstei ne F 
Isr 75 AItzun art 
h ihm gegenüber keinen Illusionen mehr hingeben. dne eteeegen erhe 
no 364 ——— Neues Strafrecht in Mexiko. Das neue mexikanische 
stleine po litische * Fner — en ztrafrecht hebt die Todesstrafe auf. Anerkannt bleibt das 
Immer höher hinauf! General Heye, der Chef der ogenannte „ungeschriebene“ Gesetz, wonach ein Ehegatte 
eeresleitung, ist mit Wirkung vom 1. Januar 1930 zumungestraft den Liebhaber seiner Frau oder ein Vater sei⸗ 
zeneralobersten befördert worden. 38 minderjährige Tochter und deren Verführer töten kann. 
neusahrsempfang beim Reichspräsidenten / 
Für politische Freiheit und Lebensmöglichkeit 
»Berlin, 1. Jan. Aus Anlaß des Neujahrstages 
ad auch dieses Jahr der übliche Empfang beim Reichs- 
cäsidenten statt. Um 12 Uhr mittags empfing der Reichs— 
räsident das Diplomatische Korps, in dessen Ramen der 
anzösische Botschafter die Glückwünsche überbrachte. Der 
leichspräsident dankte und betonte, daß Deutschland po⸗ 
itische Freiheit und wirtschaftliche Lebensmöglichkeiten 
aben müsse, um die ihm gestellten Aufgaben im Kreise 
er Nationen erfüllen zu können. Im Anschluß hieran 
mpfing der Reichspräsident den Reichskanzler, die Reichs— 
ainister und die Staatssekretäre der Reichsregierung. 
deichskanzler Müller übermittelte die Glückwünsche der 
deichsregjerung und gab dabei einen Rückblick auf die 
alitische Arbest des Jahres 1929. In seiner Erwiderung 
zrach Hindenburg den Dank aus und gab der Meinung 
usdruck, daß hoch über den Parteien das Vaterland ste— 
en müsse. Um1 Uhr nahm dann der Reichspräsident die 
ßlückwünsche des Reichsrates, der Wehrmacht, der Reichs— 
vahn und des Reichsbankdirektoriums entgegen. 
Pops⸗upsfeier im Kaprereuher Landestheater 
Sntzlische und holandische ot⸗ßmmeeneronn — 
Der Miderstand der Unter⸗rückten beginnt 
Die Wehr ber Ropublik! 
Reichswehrminister Groener sagt in seinem Neujahrs— 
rlaß an die Reichswehr u. a. folgendes; „Schwere Ent— 
cheidungen im Innern und nach außen stehen dem deut— 
chen Volke bevor. Aeber den Streit des Tages, über 
Tlassen und Ständen, über politischen Parteien und Bün— 
en, dienen wir allein dem Staat, der Deutschen Repu⸗— 
zlit. Das Reich zu schützen und zu erhalten, war und 
leibt erste Aufgabe der Reichswehr. Diese Aufgabe for⸗ 
dert Zusammenstehen im Glauben und im Wollen. Je 
virrer die Zeiten, um so fester die Wehr!“ 
Außerdem haben der Chef der Heeresleitung und der 
Lhef der Marineleitung Erlasse an die Reichswehr bezw. 
sßeichsmarine gerichtet, in denen die Republik im Gegen— 
atz g. dem Erlaß des Reichswehrministers nicht erwühnt 
vird. 
Hie MeAygsfeier der badischen Regierung 
w. Karlsruhe, 1. 38 Am Neujahrstag vor—⸗ 
nittag veranstaltete die badische Staatsregierung ihre 
raditionelle Neujahrsfeier im Badischen Landescheater. 
Inter den nach Hunderten zählenden Teilnehmern be— 
nerkte man u. a. den Landtagspräsidenten Dr. Baum—⸗ 
artner, die Spitzen der Reichs-und Landesbehörden, die 
ertreter der Presse u. a. m. Die Festrede hielt Honorar⸗ 
rofessor Dr. Ott⸗Karlsruhe, der über das Thema „Staat 
und Erziehung zum Staat“ sprach. Nach der Rede sangen 
ie Festteilnehmer das Deutschlandlied. Mit der 7. Sym— 
e von Beethopen fand die Feier ihren würdigen Ab- 
uß. 
Deutsch⸗v terrechiiche Neujahrswůnsche 
w. Berlin, 1. Jan. Anläßlich des Jahreswechsels hat 
wischen dem Reichsprasidenten und dem österreichischen Bun— 
espräsidenten ein Telegrammwechsel stattgefunden. 
Neujahrsbotschaft Macdonalds 
weLondon, 1. Jan. Premierminister Macdonald richtete 
ine Neujahrsbotschaft an die Nation, in der es heißt: Es sei 
in gutes Vorzeichen, daß die erste Arbeit des Jahres eine 
lonferenz zur Berminderung der Rüstungen sein werde Mac— 
vnald trat für Zusammenwirkung im Innern bei der Lösung 
er industriellen Schwierigkeiten Englands ein. Der Platz in! 
er Welt den Enaland geerbt habe, müsse ihm bleiben. 
deutsch franzötisches Litzuidatione⸗ men 
w. Paris, 31. Dez. Heute ist in Ausführung der 
mpfehlung des Voung-⸗Planes Kapitel 9 Absatz 4zwi⸗— 
hen Deutschland uünd Frankreich ein Abkommen über die 
udgültige Einstellung der Liquidationen und die Frei— 
abe des noch nicht liauidierten deutschen Eigentums ab— 
eichlossen morden 
Seseem »olle Rotfron?“ Endler 
pd. Hal (Eig. 4 F 
cneen e —Sun gino in giammen Zbtzherchet ghhecthue ecettn 
urch 7 Messerstiche verwundet, sterbend auf der Straße Schwere Brandkatastrophe in Schottland — Etwa 80 ee iezt au n Ae n ep⸗ Ien festgestent 
ee, Die Ermittlungen haben ergeben, daß als Arbeitertinder uns Leben gelommen ines 8 d e eerren 
r 7 ondedlen im Alter von 18 bis 24 Jahren w London, 31. Dez. Durch einen Brand, der in einem 3 kurz nach der eee flarb, sind quch 
Frage ommen. Von den Tätern sind inzwischen 6 ver⸗ichtspielthealer in Vainieny Eihonianv) ausbrach, kamen irzt und eine Krankenschwesterinfi sert worden“ di 
aftet worden: sie sind geftändig. ber siebzig Versonen, meist Kiuder, ums Lebenn. eiden weineren Falle — nn Mann und Ie 
45 w. Paisley, 81. Dez. Die Katastrophe, die sich heute g J — —8— 
din enburg stellt Strafamtrag J v wãhrend einer eee in 9 —— ——8 — r we und ge 
bhe Der Reihont inent hat gegen die nationalsozialisti⸗ eee , it deiee dedie zagei des Ehepaares, der noch vor Auftreten der Krant- 
ge. von dem Reichstagsabg. Dr. Goebbels hergusgege. yeen ueee en ete eeeee ü d zeit starb, war ein junges, vor acht Wochen aus Suvd— 
ene Zeitun De A “ J ich F P ch die 5* 53 — 
e ng — r Angriff. Strafantrag erhoben we⸗ reienden und jammeraden Kinder kämpfead an die Türen imerika eingeführtes Tier. Die beiden anderen Papa-— 
en eines Artikels „Lebt Hindenburg noch?“, der am ind Fenfier zu geiangen, während entiehte ütter hutto⸗ das geien. von denen einer ebenfalls verendet ist, sollen von 
vnntag, den 29. Tosember, an der Spiße des Blattes arenene Gehände e e und Mädcher ein-der dleich Hertunfst sein wie das erste Tier 
w. Lahore, 31. Dez. Nach einer Aussprache von 18 stün⸗ 
iger Dauer hat der indische Nationalkongreß mit 942 gegen 
92 Stimmen die von Gandhi vefürwortete Entschließung an⸗ 
enommen, die den Bombenanschlag gauf den Sonderzug des 
zizekönigs verurteilt und den Vizekönig und seine Begleiter zu 
hrer glücklichen Erettung beglückwünscht. Weiter nahm der 
dongreß eine Entschließung Gandhi an, die die Vemühungen 
»es Vigekönigs um eine friedliche Regelung der nationalen Be— 
vegung anerkennt und erklärt, daß der Leitgedanke des Kon— 
resses die völlige Unabhängigkeit Indiens sit. Die Entschlie— 
zung tritt weiter für Nichtbeteiligung der Inder an der zen⸗ 
ralen und den provinziglen gesetzgebenden Versammlungen 
n und ermächtigt den Ausschuß des Korsgresses, wenn er es 
rnötig hält, ein Programm des Widerstandes gegen die Ge⸗ 
etze aufzustellen, sowie die Nichtzahlung der Steuer zu empfeh 
en. 
Wie aus Lahore verlautet, sind im Kangreßlager Nachrich-— 
en über zahlreiche Verhaftungen in Bengal eingetroffen. Es 
cheint sich um vorbeugende Natzaahmen der Reͤgiervng von 
ßengal gegen eine eventuelle baldige Ausrufung des rassiven 
Piderstandes zu handeln 
che Regierung in Batapia teilt dazu mit, daß von der indonesi⸗ 
hen Nationalpartei zum Jahreswechsel ein Auistand großen 
“*iles geplant worden sei In Bataͤvig, Bandung und Tji— 
nahi seien deshalb alle nerfügbaren Truüppen zuüsammenge⸗ 
ogen worden. In Batavia seten 80, in Bandung 41 und in 
zekalongan 42 Haussuchungen vorgenommen worden. In 
heribon sei der Hauptvorstand der indonesischen Nationalpar⸗ 
aie in Schutzhaft genommen worden 
s w⸗ Große Riot in Indien — 
spo. Kalkutta, 30. Dez. (Eig. Ber. Die Rot in den 
ndischen Ueberschwemmungsgebieten ist auf das höchste gestie⸗ 
zen. Der Wassergefahr folgende Mißernten und Viehscuchen 
aben die Bepölkerung an den Rand des NRuins gebrucht. Die 
erzweiflung hat die Bauern des Notstandsgebietes zu einem 
chritt veranlaßt, der bis jetzt in diesem von politischen und 
zialen Bewegungen nur sehr wenig berührten Teile Indiens 
einzig dasteht. 5 000 Bauern aus meilenweit entlegenen Dör—⸗ 
jern zogen geschlossen nach der Distriktshauptstadt Brahman-⸗ 
bania, um den Verwaltungsbehörden persönlich ihre Beschwer⸗ 
en vorzubringen. Ihr Zug ist eine furchtbare Qual gewesen, 
denn die Ausgehungerten konnten sich nur mühsam an Stöcken 
tortschleppen ünd war der Anblick dieser Masse von unsgemer⸗ 
gelten Gestalten ein grauenerregendes Schauspiel. Rach einer 
nehrstündigen Auseinandersetzung versprach der Distrittskom⸗ 
nissar schnelle Hilfe durch Geldvocschüsse, worauf die Demon⸗ 
tranten ruhig abmarschierten. Die Anstrengungen des Mar—⸗ 
hes und das stundenlange Warten hatten die seit Moncten 
uterernährten Menschen derart erschöpft, daß viele von ihnen 
ohnmächtig auf den Straßen zufammenbrachen. 
2 2* *8 2 “— 5 
x*iin Omnibus vom Zuge überfahren / 4 Versonen getoötet, 7 schwer u. 4 leicht verlent 
w. Königsberg, 1. Jan. Am Silvesterabend übersuhr Hließlich der Toten, wurden nach dem Alexandrahospital in 
in Personenzug zwischen Insterburg und Blumenthal einen Paisley geschafft. Die unglücklihen Kinder, die der Silvester⸗ 
erspnen⸗Omnibus der Stadt Initerburg. Von den Iniassen orführung im genannten Lichtspielhaufe beiwohnten, gehörten 
es Kraftwagens wurden 4 Personen getötet, 7 schwer und 4 umeift Arhzeiterfamilien an. Die Flammen aus dem Vorfuh— 
eicht verletzt. Von den Schwerverletzten sind bereits 2Z ihren ungsraum ergriffen so schnell die Halle, daß das gesamte Ee⸗ 
berletzungen erlegen. Der diensttuende Schrankenwärter würde äude in kurzer Zeit lichterloh branute. Die große Zahl der 
n seinent Dienstraum berwunztlos ausgefunden. Ob es sich um oten ist auf das wilde Gedraͤnge der schreckerfüllten Kinder 
inen Schwächeansall handelt, oder vb eine Kohlenoxydgas- urückzuführen, die zu entkommen versuchten und in der Ver— 
ergiftung vorliegt, steht noch nicht fest. irrung übereinander stolperten und hinfielen. Die meisten 
Schlagerei ——— ahreswende pfer t vermutlich erdrückt worden. Vor dem Lichtspielhaus 
gereien ar Zaureswend⸗ am es zu ergreifenden Szenen. Man befürchtet, daßz sich die 
w. Essen, 1. Jan. In der Silvesternacht kam es in ver⸗ ahl der Totee auf achtzig erhöhen wirt 
hiedenen Stadtteilen zu Schlägereien, wobei 13 Personen schwer —8 F 
erletzt wurden. Vier von ihnen schweben in Lebensgefahr. 9 — 2* 
Fünf'der Täter konnten verhaftet werden. Auch in Hamboen Die Papageienkrankheit greift weiter um sich 
am es in der Silvesternacht zu einer Reihe blutiger Schläge⸗ Berlin, J4. Jan. (Privat). Nach einer Meldung 
rien. die ein Todesopfer sarderten. Ein 8h Jahre alter Berg? ses Berliner Tageblattes“ hat man auch m Hamburg 
— 
— r 12 9 —— 
eee is zum Oktobher zurückreichen
	        

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