Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Unser Oberschlesien (1967)

Bibliografische Daten

fullscreen: Unser Oberschlesien (1967)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Titel:
Unser Oberschlesien
Untertitel:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Publikationsort:
Frankfurt, M.
Veröffentlichungsjahr:
1951
Verlag:
Unser Oberschlesien

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Titel:
Unser Oberschlesien
Untertitel:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Band, Heft, Nummer:
1967
Publikationsort:
Görlitz
Veröffentlichungsjahr:
1951
Verlag:
Senfkorn-Verl.

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280_1967

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Juni 1967
Band, Heft, Nummer:
11

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Unser Oberschlesien
  • Unser Oberschlesien (1967)
  • Januar 1967 (1)
  • Januar 1967 (2)
  • Februar 1967 (3)
  • Februar 1967 (4)
  • März 1967 (5)
  • März 1967 (6)
  • April 1967 (7)
  • April 1967 (8)
  • Mai 1967 (9)
  • Mai 1967 (10)
  • Juni 1967 (11)
  • Juni 1967 (12)
  • Juli 1967 (13)
  • Juli 1967 (14)
  • August 1967 (15)
  • August 1967 (16)
  • September 1967 (17)
  • September 1967 (18)
  • Oktober 1967 (19)
  • Oktober 1967 (20)
  • November 1967 (21)
  • November 1967 (22)
  • Dezember 1967 (23)
  • Dezember 1967 (24)

Volltext

/erlagsort Wiesbaden 
i Y6814 D 
a SC 
VE N Ba x x 
Wr x EEE aa 
SEA Ca Br Ken REN EC ] _ 
a Re R ER DE £ N 
ii @ Er ra een A Ad ea . RB BEE RE 
P AA AT a ker. ME DE EEE m CE RR Se PD 
% BE EN Es LA Bo A An af i Ra 
N Me N ba a Beet a DS EN 
5 A U SO SCH EN EAN VE 
% Ka HR. % Be ME Or ER KO ad EN Se 
; ; E A . - A. 9 Bar da TE a A Me 
P Re ö 5 Ei tin 9 Öa x Ba 
N nl % EA Ka &- k OO Ka 
A » N E nd %. “ AD 
5 4 M DE 1 7 4 DNA, 
© N >» E . 2 | K * SETZEN 
ä 5 8 Pe N 4 4 S EN 
MM JE Ka K S. k SEN 
ä ; p KT b : ä #, ft $ x SEE 
' ; f} ar a ke a n w RE 
5 A NE er N 8 W F U 
P er E a N E a a 
Ka EM nd 4 3 $ BR 
Ka Zn N Y EC . DE 6 . Ka S 
ß NR N : R * & : a . 
rd | N 1 
3 Pr 8 . fr 
Si EEE SE . — 
Kein Breslau-Besuch de Gaulles 
Bonn/Rhein = 17. Jahrgang ---. Nummer 11 vom 8.- Juni‘ 1967 
A 
Frankreichs Staatspräsident wird sich aber kurz in Danzig aufhalten — Kein Ort in den 
polnisch verwalteten deutschen Ostgebieten im Besuchsprogramm der Volksrepublik Polen 
Früh'ing am Annaberg 0/S 
(hvp) ‘Wie aus gut unterrichteter ;fran- 
‚ösischer Quelle bekanntgeworden.- ist, 
yvird Staatspräsident de Gaulle während 
seines für die Woche zwischen dem 7”. bis 
‚um 13. Juni anberaumten Besuchs in der 
Volksrepublik Polen nicht die Haupt- 
‚tadt Schlesiens besuchen, obwohl dies von 
jolnischer Seite dringend gewünscht wur- 
je. Das Besuchsprogramm enthält über- 
ıaupt keinen Ort in den polnisch verwal- 
‚eten deutschen Ostgebieten. Jedoch wird 
jer Präsident der französischen Republik 
‚ich kurze Zeit in Danzig aufhalten und 
liesen. Besuch mit einer ‚Besichtigung des 
Hafens von Gdingen verbinden. Außer- 
jem wird de Gaulle — außer Warschau — 
Krakau, Kattowitz und Auschwitz besu- 
hen. . 
Daß der Staatspräsident Frankreichs sich 
ljazu entschlossen hat, Danzig zu besu- 
;hen, wird darauf zurückgeführt, daß 
Daris der polnischen Regierung gegen- 
iiber habe einen „Ersatz für die Absage 
ıinsichtlich Breslaus bieten wollen“, wobei 
n. Rechnung gestellt worden Sei, daß 
‚Danzig nicht zum Deutschland in den 
ı;renzen von 1937 gehört hat“. Nach Bres- 
au habe sich de Gaulie deshalb nicht be- 
‚eben wollen, weil von polnischer Seite 
ıngekündigt worden sei, eine Einbezie- 
lung Breslaus in das Besuchsprogramm 
würde „eine demonstrative Unterstützung 
‚es polnischen Standpunktes in der Oder- 
Teiße-Frage durch Frankreich darstellen“. 
‘ine solche Interpretation aber habe Paris 
nit Rücksicht auf das deutsch-französische 
Verhältnis vermeiden wollen. 
Aus dem gleichen Grunde wird es für 
icht sehr wahrscheinlich“ gehalten, daß 
ıe Gaulle während seiner verschiedenen 
\nsprachen, die er auf seiner Besuchs- 
eise halten wird, überhaupt das Oder- 
Veiße-Problem anspricht. Man meint in 
ut unterrichteten Kreisen der französi- 
chen Hauptstadt, daß der Staatspräsident 
oesonderen Wert darauf legen wird, die 
raditionell guten französisch-polnischen 
zZeziehungen zu unterstreichen“, Es sei da- 
jei „auch nicht ausgeschlossen, daß de 
zaulle in seinen Gesprächen mit den füh- 
enden polnischen Politikern für eine Lö- 
ung der Deutschlandfrage durch eine 
veiheitliche Wiedervereinigung des deut- 
chen Volkes eintreten wird, genau So, 
vie er dies während seines Aufenthalts 
n der‘ Sowjetunjon wiederholt getan hat.“ 
Izeslaw Wycech erklärt... 
Ihvp), Der Marschall des polnischen 
‚egjm, Czeslaw Wycech, erklärte auf 
ıner. Pressekönferenz in der {finnischen 
iauptstadt, daß Warschau so lange eine 
\ufnahme diplomatischer Beziehungen zu 
zonn ablehnen werde, als. die Bundesre- 
‚ublik nicht den Status quo:in Europa. ak- 
‚eptiere und dabei vor allem die „Deutsche 
Demokratische Republik“ anerkennen so- 
wie einen „völligen Verzicht auf Atom- 
vaffen“ erklären würde. Polen werde 
‚den. Gebietsforderungen  Westdeutsch- 
‚ands keineswegs nachgeben und ihm kei- 
ı1en Schritt entgegenkommen“, . erklärte 
Wycech hierzu einleitend. — Der Sejm- 
Marschall, der sich an ‚der Spitze einer 
Delegation polnischer „Parlamentarier“ in 
"innland aufgehalten hat, trat sodann für 
ten Gomulka- bzw. Rapacki-Plan ein, der 
une „denuklearisierte. Zone“ in Mittel- 
zuropa ohne Beteiligung der Sowjetunion 
sorsieht. 
Sensationelles Ergebnis 
{hvp) Bis zu 53 v. H. der polnischen Be- 
vohner von Dörfern in den Oder- 
Jfeiße-Gebieten sind bereit bzw. 
mtschlossen, ihre jetzigen Wohnorte bei 
rster Gelegenheit zu ver- 
assen. Dies ist das Ergebnis einer 
ziepräsentativbefragung, welche von pol- 
nischen Soziologen in elf Dörfern der pol- 
ıisch' verwalteten deutschen Ostgebiete 
lurchgeführt wurde.‘ Diese Ortschaften 
surden ausgewählt, weil die Zusammen- 
‚etzung ihrer Einwohnerschaft der der 
ändlichen polnischen Bevölkerung in den 
Jder-Neiße-Gebieten entspricht. 
Die zweite Front 
Betrachtungen zu der Krise im Nahen Usten. - 
Wie Kairo und Moskau behaupten, isı 
lie Krise im Nahen Osten daraus entstan: 
lien, .daß die Israeli angekündigt hätten, 
je würden auf weitere Partisanen-Unter- 
ıehmen der Araber im Lande Israel mil 
nem massiven militärischen Gegenschlag 
ıntworten, der sich vornehmlich geger 
3yrien richten solle. Tatsächlich aber ge 
ıen die Ursachen der außerordentlicher. 
jpannung viel weiter zurück: Im Jahre 
956 hatten sich Großbritannien, Frank: 
‚eich und Israel verbündet mit dem Ziel 
len Suez-Kanal wieder zu einem freier 
ichiffahrtsweg zu machen. Dieses Unter 
‚ehmen führte zwar nur Zerschlagung deı 
igyptischen Streitkräfte auf der Halb- 
nsel Sinai durch die israelische Armee 
aber der eigentliche strategische Zweck 
ısrael Grenzen zu verschaffen, die leich 
‚er verteidigt werden könnten, wurde 
ıicht. erreicht. Unter dem Druck der so- 
wjetischen Atomdrohung . waren London 
ınd Paris gezwungen, das britisch-fran: 
‚ösische Suez-Unternehmen abzubrechen 
weil die Vereinigten Staaten von Amerika 
hren Verbündeten keine Rückendeckung 
‚aben. Und die israelischen Verbände 
nußten auf amerikanische Veranlassung 
lie Stnai-Halbinsel wieder räumen, die 
sie bereits erobert hatten. 
Infolge des amerikanischen Verhalten: 
xonnte Israel allein an zwei besonder!t 
gefährdeten Punkten eine gewisse Sicher- 
heit erreichen: In das’ ägyptische Grenzge- 
„iet gegenüber Israel rückten die „Blau- 
ıelme“ ’der Vereinten Nationen’ ein, wel: 
he den Auftrag hatten, Aggressionen und 
Zusammenstöße in diesem Raume zu ver: 
indern, und zum anderen wurde’ deı 
3olf von Akaba für die. Schiffahrt nach 
lem israelischen Hafen Eilat frei, der in 
ler Folgezeit. umfassend ausgebaut worden 
st. Hier liefen vor allem die Tanker ein 
lie Israel mit Erdöl versorgten. 
Diese Sicherungen sind nun liquidiert 
vorden, indem Nasser die Einfahrt in den 
jolf von Akaba verminen ließ, während 
:Jeichzeitig die Soldaten der Vereinter. 
Vationen auf ägyptische Veranlassung hin 
las Grenzgebiet zwischen der Vereinig- 
en Arabischen Republik und Israel — vor 
ıllem den Gaza-Streifen — räumten. Ir 
enen Raum rückte das Gros der ägypti- 
ichen Armee ein, und Nasser hat erklärt 
Ar werde den Angriffsbefehl erteilen, so- 
)jald Israel seinerseits mit Gewalt gegen 
iyrien vorgehen oder versuchen werde 
je Meerenge von Tiran zu öffnen. 
Die Situation ist somit dadurch charak 
zrisiert, daß sich Israel im Griff der ara- 
‚ischen Armeen befindet, die nur darau: 
varten, daß die Israeli ihrerseits unteı 
lem Druck der Lage eine präsumtive mili- 
ärische Aktion unternehmen, die al! 
\ggression ausgelegt werden würde. Fü: 
liesen Fall aber hat die Sowjetunion na- 
nens des gesamten Sowjetblocks den Ara- 
‚ern ihre volle Unterstützung zugesagt 
vas wiederum bedeutet, daß letztlich .die 
Yereinigten Staaten vor eine schwere Ent 
cheidung gestellt worden .sind: Unter- 
stützen sie ihrerseits ‚Israel; so bedeutet 
jies eine amerikanisch-sowjetische Kon- 
'rontierung im Mittelmeer. 
Man kann also sagen, daß niemand an- 
jers die schwere Krise in Nahost herauf- 
jeschworen hat als die. Sowjetunion, die 
m. letzten. Jahrzehnt vor allem Ägypten 
ind Syrien mit modernen Waffen ausge- 
"üstet hat. Auf der anderen Seite wird 
ıun den Amerikanern die Rechnung da«—“ 
'ür. präsentiert, daß sie es letztlich ge- 
wesen sind, welche vor elf Jahren Israel 
jaran hinderten, seine Position entschei- 
Jend zu festigen. . 
Es wiederholt sich hier in eigentümli- 
her Weise genau das, was sich in Süd- 
»stasien abgespielt hat. Auch dort hatten 
2 die USA bekanntlich verabsäumt, die 
ranzosen gegen die kommunistischen 
Streitkräfte der Vietnams zu unterstützen. 
Nach dem Fall von Dien Bien Phu ‚er- 
Jolgte die Errichtung des nord-vietname- 
schen Staates bzw. die Teilung Vietnams, 
ınd das führte im Laufe der Zeit zu 
inem immer mehr zunehmenden Engage- 
nent der Vereinigten Staaten und zu jener 
Sskalation des Krieges in Vietnam, die 
jereits starke amerikanische Streitkräfte 
nat. 
So hat Moskau mit Hilfe Nassers im Na- 
„en Osten gewissermaßen eine „Zweite 
"ront“ errichtet, die sich zwar in erster 
Linie gegen Israel richtet, faktisch aber 
sine Herausforderung der US ‚und‘ ihrer 
Allianz bedeutet. Dadurch, .daß: Moskau. 
die Araber- unterstützt, .ist..die Sowjet- 
ınion zur mediterranen .Macht. geworden: 
Jie Südflanke des atlantischen Bündnisses 
ist in Gefahr. Dies. aber heißt, daß das 
Schicksal Europas mit. dem. Israels eng 
rerflochten ist; denn faktisch hat Moskau 
m Nahen Osten bereits Fuß gefaßt. 
Dabei wird die Lage‘ noch dadurch: er- 
‚schwert,” daß :die. Nationen Westeuropas 
zaum :in der Lage sind, ihrerseits dazu 
beizutragen, daß. die Kriegsgefahr an der 
Ostküste des Mittelmeers gebannt wird, 
z \ 
ur seelscrg-rliche Maßnal;: 3 
Apostolische Administratoren in den ‘ 
Oder-Neiße-Gebieten 
(hvp) Nachdem der Vatikan bekannt- 
jegeben hat, daß in den polnisch ver- 
walteten deutschen Ostgebieten an Stelle 
der bisher dem Primas von Polen, Kar- 
linal‘ Wyszynski, unterstehenden : Gene- 
'alvikare ...hunmehr vier. Apostolische 
Administratoren eingesetzt werden, wurde 
.n politischen Kreisen der Bundeshaupt- 
stadt darauf hingewiesen, daß diese Neu- 
regelung keineswegs als „Schritt in Rich- 
lung auf eine Anerkennung der Oder- 
Neiße-Linie . ausgelegt“ werden könne: 
Nicht nur bleibe die Diözesaneinteilung 
ınverändert, sondern die Administratoren 
würden auch nur unter der Klausel „ad 
a„utum sanctae sedis“ eingesetzt, womit 
zum Ausdruck gebracht worden sei, daß 
as im Ermessen des Papstes liege, die 
\dministratoren aus gerechtem Grunde 
wieder abzuberufen, Es handele sich aus- 
schließlich um eine seelsorgerliche Maß- 
nahme, bei der besonders ins Gewicht 
‚alle, daß die „Päpstlichen Verwalter“ — 
»>bwohl mit den Vollmachten residieren- 
der Bischöfe augestattet — ausschließlich 
dem Heiligen Stuhl unterstehen. Der 
Vatikan habe also „dafür Sorge getragen, 
daß eine politische Mißdeutung der Neu- 
'‚egelung ausgeschlossen wird“. 
* 
Wie der Pressedienst des Bundes der 
/ertriebenen dazu aus gut unterrichteten 
Sreisen in Bonn erfährt, hat sich die 
3undesregierung beim Hl. Stuhl darüber 
zergewissert, daß die Kirchenprovinz 
3reslau mit ihren Suffragan-Bistümern 
m Päpstlichen Jahrbuch auch weiterhin 
als zu Deutschland gehörig ausgewiesen 
»leibt. Die im Konkordat vorgesehenen 
zechte der Reichsregierung bzw. der Bun- 
Jesregierung hinsichtlich der Einsetzung 
von Bischöfen und der Veränderung von 
Diözesangrenzen werden somit durch die 
Zinsetzung Apostolischer Administratoren 
aicht berührt. Amt und Auftrag der 
Jeutschen Kapitularvikare für die Erz- 
liözese Breslau und für das Bistum Erm- 
land sowie für die Verwaltung der Freien 
Drälatur Schneidemühl bleiben, wie der 
liod weiterfährt, gleichfalls im vollen Um- 
'ange erhalten. Der BdV teilt deshalb 
die Ansicht der Bundesregierung, wonach 
ler Schritt des Hl. Stuhls ohne beson- 
Jere Veranlassung hingenommen werden 
xann. 
Dank von Papst Paul VI. 
An die schlesischen Wallfahrer im 
Hedwigsjahr 
Wie ein Sprecher des Schlesischen Prie- 
;terwerks mitteilte, überreichten anläßlich 
der großen Papstaudienz für die Teilneh- 
mer der Schlesier-Wallfahrt in Rom, am 
Vittwoch, den 17. Mai, der Apostolische 
7rotonotar Oskar Golombek, Köln, 
\kademiedirektor Dr. Paul Hadros- 
‚ek, Königstein, und der Präsident des 
Ileimatwerks Schlesischer‘ Katholiken, 
/rof. Georg Smolka, Speyer, Papst 
>aul VI. einen prachtvollen Kelch, eine 
3onderanfertigung der Kölner Gold- 
schmiedekunst mit Szenen aus dem Le- 
ben der hl. Hedwig. 
Der Kelch ist bestimmt für die Kirche 
der hl. Hedwig in Trebnitz und soll zu- 
zleich ein Zeichen der Verehrung des hei- 
natlichen Heiligtums der Schlesier und 
hres Versöhnungswillens mit dem polni- 
jichen Volk sein. Mit Worten des Dankes 
ırklärte Papst Paul VI., daß er mit diesem 
Zelch zunächst selbst einmal zelebrieren 
ınd ihn dann nach Trebnitz senden wür- 
Je. Dr. Hadrossek, Direktor der Ostaka- 
Jemie Königstein, überbrachte nach seiner 
Rückkehr Weihbischof Kindermann per- 
gönliche Grüße des Papstes, 
Nur 2750060 Pkw registriert. Nach amt- 
ıchen statistischen Angaben wären Ende 
36 in Polem und. den Oder-Neiße-Ge- 
xeten insgesamt nur 275000 PKW und 
96000 LKW registriert.. Die meisten 
<raftwagen laufen in Warschau und in 
Dberschlesien. 
aD N - 2 “x u ‚U 
„Das größte Unrecht unserer Zeit” 
Prinz Louis Ferdinand zur Auflösung Preußens — Hechingen Patenstadi 
für Potsdam 
Als einen „Akt der Willkür und der 
»rutalen Gewalt“ hat Prinz Louis 
?7erdinand von Preußen das al- 
iierte Kontrollratsgesetz vom 25. Februar 
947 bezeichnet, mit dem der Staat Preu- 
‚en für aufgelöst erklärt wurde. Die Auf- 
sung Preußens entbehre jeder völker- 
echtlichen Grundlage, sagte der Chef des 
[auses Hohenzollern bei einem Empfang, 
‚en die Stadt Hechingen aus Anlaß 
.iner Patenschaft gab, die sie für den 
[eimatkreis Potsdam in der Landsmann- 
chaft‘ Berlin-Mark Brandenburg über- 
_ommen hat. Das Gesetz sei deshalb für 
Jull und nichtig zu erklären, Nicht nur die 
Iohenzollern, sondern mit ihnen Millio- 
ı1en Deutsche diesseits und jenseits von 
Mauer und Stacheldraht betrachten die 
‚uflösung Preußens als „das größte Un- 
‚echt unserer Zeit“. Es bestehe aller An- 
aß zu der Annahme, daß die Wiederver- 
.inigung längst zustande gekommen wäre 
venn Preußen noch existierte. 
Neuer Sarkophag für den 
Soldatenkönig 
Die Gebeine des Soldatenkönigt: 
n der Gruft der Zollernburg bei Hechin- 
;en sind umgebettet worden. Sie ruhen in 
ainem neuen Sarkophag, der dem 
Originalsarg nachgebildet wurde, weil die- 
ser 1944 bei der Evakuierung der Särge 
Jes Soldatenkönigs Friedrich Wil- 
ıelm I. und seines Sohnes Friedrich 
des Großen in der Gruft der Potsda- 
mer Garnisonkirche zurückgelassen wer- 
den mußte. 
Der neue, aus handgetriebenen Kupfer- 
»lech gearbeitete Sarkophag steht in der 
°hristuskapelle der Burg unter den Fah- 
„en des preußischen Ersten Garderegi- 
nents zu Fuß. In diesem Kupfersarg liegli 
in Holzsarg aus Mooreiche und in diesem 
viederum eine Zinkblechwanne, in der 
lie Gebeine des toten Königs ruhen. Aut 
seiner Brust liegen sein Dreispitz und deı 
preußische Adlerorden mit dem orange- 
farbenen Schulterband,. Das Stoffgewand 
les Königs ist noch gut erhalten. 
Die beiden Königssärge waren 1944 we- 
jen des Bombenkrieges aus Potsdam eva- 
<uiert worden, Sie kamen zunächst in eir 
jalzbergwerk in Thüringen, wurden vor 
‚en Amerikanern 1945 nach Marburg ge- 
‚racht und schließlich im August 1952 nach 
Hechingen übergeführt. Dort werden sie 
alljährlich von rund 600 000 Menschen aus 
aller Welt besucht. 
Dder-Neiße niemaßs Grenze! 
Sie stehen unter dem Druck der Sowjet- 
macht und sind gezwungen, der kritischen 
Situation tatenlos zuzuschauen,. die sich 
‚m Nahen Osten ergeben hat. 
So blicken nicht nur die Israeli, sondern 
ıuch die Europäer. jetzt mehr denn je 
‚uvor nach Washington und erwarten die 
3eschlüsse, die gefaßt werden müssen, um 
nit der Sicherheit Israels auch die der 
vesteuropäischen Verbündeten der USA 
zu gewährleisten. Es ist eine riesige Ver- 
antwortung, die Präsident Johnson gerade 
«n diesen Tagen zu tragen hat. Sollten 
ıämlich die USA wegen ihrer Bindung in 
Südostasien auch bei einem Kriegsaus- 
5ruch in Nahost in Passivität verharren, 
‚o wäre die Axt an die Wurzel der ame- 
:ikanischen Position in der ganzen Welt 
aınd' besonders. auch. in Europa gelegt. 
Dr.. Erich Janke 
Wann werden Massenmorde an Deutschen gesühnt? 
Bonn distanziert sich 
dod. Die Bundesregierung hat sich von 
‚er Ansicht Alexander v. Hases distan- 
:jert, wonach die Bundesrepublik Deutsch- 
and bereit sei, auf die deutschen Ost- 
zebiete zu verzichten, wenn die Sowjet- 
ınion mit einem Abbau der Berliner 
Mauer und des Eisernen Vorhangs ein- 
zerstanden sei. Herr v. Hase, der ein 
Vetter des Bundespressechefs ist, erläu- 
‚ert seit Jahren, wie offiziell bestätigt 
wurde, im westlichen Ausland die Politik 
der Bundesregierung. Einer dpa-Meldung 
zufolge, hatte er diese Äußerung vor dem 
Lyons-Club in Brüssel getan. Wie ein 
Sprecher des Bundespresseamtes erklärte, 
nabe Alexander v. Hase lediglich seine 
versönliche Meinung vertreten, die im 
Widerspruch zu der offiziellen Meinung 
der Bundesregierung in dieser Frage 
itehe, die unverändert bleibe, 
* 
Die Pressestelle des Bundes der Ver- 
;riebenen teilt dazu mit: Diese Fest- 
stellung wird von der Öffentlichkeit mit 
Befriedigung zur Kenntnis genommen. 
Sie wird sich jedoch mit den Vertriebe- 
nen fragen, ob es seitens der Bundes- 
regierung für vertretbar gehalten wird, 
daß ein beauftragter Interpret in der 
Junktion dieses Auftrages seine private, 
vom Standpunkt der Bundesregierung ab- 
weichende Meinung vertritt. Der Bund 
ler Vertriebenen wird sich bei der zu- 
itändigen Stelle vergewissern, ob Vor- 
sehrungen getroffen werden, Fehllei- 
‚;tungen dieser Art für die Zu- 
unft auszuschließen, 
Die Toten der polnischen Vernichtungslager rufen nach Gerechtigkeit 
Mühe, Menschen schmerzlos zu töten, son- sein. Und die namentlich bekannter: 
jern diese Massenmorde verliefen gna- Mörder laufen in Polen frei 
lenlos, sadistisch und brutal. Allein in herum. Augenzeugenberichte und Do- 
Lamsdorf ließen von etwa über 8000 kumentarberichte werden sorgfältig archi. 
Jeutschen fast 7500 ihr Leben, in Mys- viert, und niemand wagt es, die Wahr- 
ı0 witz von schätzungsweise 30 000 Deut- heit offen und unverfälscht in die Well 
schen starben rund 80° und in Ja- zu rufen, heute, 22 Jahre nach dem Krieg 
Vorzue sollen cs noch mehr‘ gewesen Es soll nicht die Rede sein, von eine1 
— gegenseitigen Aufrechnung, sondern von 
einer uneingeschränkten Gerechtig- 
xeit für alle, 
Heute schreibt man seitenlang übe: 
‚pandau, Lidice, Auschwitz und so fort. 
ıber über Massenverbrechen 
‚n Deutschen nach dem Kriege 
‚chweigt man. Wir Deutschen le- 
ı»en immerfort im Schatten der Ver- 
sangenheit, übermannt von einem mit 
Kriegsende erlittenen Massenschock, und 
jehen es nicht mehr, was die „anderen“ 
An Unmenschlichkeit und Verbrechen nach 
lem Kriege uns Deutschen ungestraft an- 
‚un durften. 
Wie lange sollen sich die überlebenden 
Opfer das gefallen lassen? 
Dr. Esser 
(ehem. Lagerarzt eines polnischeı 
Vernichtungslagers) 
Am 27. Mai 1942 —- also vor 25 Jahren 
wurden nach dem Bombenattentat auf 
1eydrich inmitten eines Weltkrieges 
vochenlang auf Angehörige der tschechi- 
chen Zivilbevölkerung vom deutschen 
icherheitsdienst der SS pausenlose Raz- 
ien angesetzt. Das Dorf Lidice wurde 
öllig zerstört, und aus der Zivilbevölke- 
ung wurden vom 14. Lebensjahr an auf- 
värts männliche Personen rund 10 00C 
‚erhaftet und in KZ-Lager verbracht, 
twa 1500 Männer wurden hingerichtet. 
jo sah die Bilanz des Attentats auf 
Ievdrich aus, inmitten eines kriegeri- 
chen Weltbrandes, = Das deutsche Volk 
rfuhr von dieser Abscheulichkeit erst 
päter, mit großem Abscheu. Und nach 
‚em Kriege distanzierte sich das ganze 
‚eutsche Volk von Verbrechen, die ohne 
einen Willen begangen waren. Die Schul- 
igen wurden mit Genugtuung bestraft. 
.eit Kriegsende wurden und werden in 
deutschland angebliche und wirkliche 
Criegsverbrecher gejagt und nach Fest- 
ıahme verurteilt, 
N ach diesem Kriege wurden in Ober- 
chlesien Tausende von Männern, 
‚rauen. und Kinder von polnischen Par- 
isanen und Milizianten gnadenlos in 
achträglich aufgebaute Vernichtungslage! 
erschleppt, in denen sie ausgehungert 
atgequält, erschlagen oder erschossen 
arden. Man gab sich nicht mal dit
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Zeitschriftenband

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer
TOC

Zeitschriftenheft

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Zeitschriftenband

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zeitschriftenheft

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Unser Oberschlesien. Senfkorn-Verl., 1951.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel Gramm hat ein Kilogramm?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.