Digishelf Logo Full screen
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Unser Oberschlesien (1960)

Bibliographic data

fullscreen: Unser Oberschlesien (1960)

Structure type:
Periodical
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Place of publication:
Frankfurt, M.
Year of publication:
1951
Publisher:
Unser Oberschlesien

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Volume,Issue,Number:
1960
Place of publication:
Görlitz
Year of publication:
1951
Publisher:
Senfkorn-Verl.

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280_1960

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Januar 1960
Volume,Issue,Number:
1

Contents

Table of contents

  • Unser Oberschlesien
  • Unser Oberschlesien (1960)
  • Januar 1960 (1)
  • Januar 1960 (2)
  • Februar 1960 (3)
  • Februar 1960 (4)
  • März 1960 (5)
  • März 1960 (6)
  • März 1960 (7)
  • April 1960 (8)
  • April 1960 (9)
  • Mai 1960 (10)
  • Mai 1960 (11)
  • Juni 1960 (12)
  • Juni 1960 (13)
  • Juli 1960 (14)
  • Juli 1960 (15)
  • August 1960 (16/17)
  • September 1960 (18)
  • September 1960 (19)
  • Oktober 1960 (20)
  • Oktober 1960 (21)
  • November 1960 (22)
  • November 1960 (23)
  • Dezember 1960 (24)
  • Dezember 1960 (25/26)

Full text

Einzelpreis DM 0,60 
Verlagsort Wiesbaden 
DU N nk A ER HF 
Ca NN 
1960 vor schweren Aufgaben 
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V. - Bundesverband 
5 
Bonn/Rhein . 10. Jahrgang - Nummer 1 vom 7. Januar 1960 
Team rm 
Der Präsident des Bundes der Vertriebenen — Vereinigte Landsmannschaften und Landes- 
verbände, MdB Hans Krüger, zum Jahreswechsel — In Freiheit der Zukunft dienen 
Das alte Rathaus in Friedenshütte O/S 
Zonen-Bauern droht Versklavung 
Beschleunigte „Sozialisierung“ der Landwirtschait im gesamten Sowjetbereich 
Der Präsident des Bundes der Vertrie- 
jenen — Vereinigte Landsmannschaften 
und Landesverbände, Bundestagsabgeord- 
neter Hans Krüger, veröffentlichte 
nachstehendes Grußwort zum Jahreswech- 
sel: 
Das Jahr 1959 war für die wirtschaftliche 
Konjunktur ein gutes Jahr. Aber die poli- 
üische Entwicklung brachte uns Enttäu- 
chungen und Depressionen. 
Das Streben nach Wiedervereinigung 
wurde in Konferenzen und Besprechungen 
nicht, weiter, sondern zum Stocken 
zebracht. 
Im Kampf um Recht und Selbstbestim- 
mung, der der Ordnung und Freiheit 
Europas dient, mußten wir ein Nachlassen 
nancher Verbündeter bemerken. 
Dankbar wollen wir aber an der Wende 
des Jahres jener gedenken, die Verständ- 
nis für unseren ehrlichen Kampf zeigten 
und im Interesse eines in Frieden geeinten 
Zuropas uns halfen. 
Dankbar sind wir auch allen Freunden 
und Mitarbeitern für ihr uneigennütziges 
ınd zähes Einstehen für Recht, Freiheit 
ınd Selbstbestimmung. 
Wir stehen an der Schwelle das Jahres 
1960 vor sehr schweren Aufgaben. Der 
Druck gegen die Vertriebenen wird stärker 
werden. Das bedeutet für uns, hart zu 
»leiben und der gesamtdeutschen Sache 
zuch Opfer an persönlicher Bequemlichkeit 
zu bringen. 
Unser Wunsch für 1960 ist also: Der 
Frieden in der Welt möge gültig und stark 
verankert werden. 
Das wird aber nur möglich sein, wenn 
ler friedliche Kampf um die Freiheit 
Europas von allen freien Völkern entschie- 
len weitergeführt wird. Wir selbst werden 
zeinen Zoll breit von unseren heimatpoli- 
tischen Forderungen abrücken. Wir werden 
den Einsatz um den echten Frieden hart 
führen, und damit im besten Sinne in 
Gerechtigkeit und Freiheit der Zukunft 
zu dienen. 
Hans Krüger, MdB 
{hvp) An der Jahreswende ist es üblich, 
Rückschau zu halten auf die vergangenen 
zwölf Monate und vorauszublicken auf 
Jjas neue Jahr. Was die internationale 
Lage im allgemeinen und die Deutsch- 
‚andfrage im besonderen anlangt, so ist 
auch unabhängig vom Jahreswechsel An- 
aß gegeben, aus der Übersicht über das 
ben Vergangene heraus den Versuch zu 
wagen, die Nebel zu durchdringen, ir 
welche die Zukunft gehüllt ist; denn es 
2at den Anschein, als sei in den letzten 
Wochen ein Stillstand der Entwicklungen 
aingetreten, die sich im Laufe des Jahres 
1959 stürmisch anbahnten: Es ist, als wenn 
lie Zeitgeschichte den Atem anhielte, bevor 
sich politische Ereignisse abspielen, wel- 
he die internationale Szenerie nachhaltig 
zerändern. 
Im einzelnen sind es die folgenden Ge- 
schehnisse, die beim Rückblick auf das 
Jahr 1959 besonders ins Auge fallen: 
1. Der Wegfall des Berlin-Ultimatums, 
das Chruschtschew im November 1958 an 
den Westen stellte, läßt erkennen, daß 
die sowjetische Politik die Berlin-Frage 
allein als einen „Hebel“ zur Herbeifüh- 
rung direkter Ost-West-Verhandlungen 
iiber das Deutschland-Probler menectzf 
® ® x 
Frieden der Gerechtigkeit 
Weihnachtsbotschaft des Papstes 
Papst Johannes XXIII. hat in seiner 
Weihnachtsbotschaft die Völker aufgefor- 
dert, friedlich zusammenzuleben, alle so- 
zialen Ungerechtigkeiten zu beseitigen 
und zur Zusammenarbeit im Dienste der 
Wahrheit und Gerechtigkeit beizutragen. 
Der Papst erklärte, Wahrheit und Gerech- 
jgkeit seien die Grundlagen des inter- 
nationalen Friedens. Getragen von der 
Aristlichen Liebe müßten die Völker zu 
einer spontanen Solidarität zusammenfin- 
jen. Der wahre Frieden sei unteilbar und 
setze Menschen guten Willens voraus, 
Papst Johannes gedachte in diesem Zu- 
jaammenhang der „Kirche des Schweigens“ 
ın den Ländern hinter dem Eisernen Vor- 
2aang, in demen die glaubenstreuen Chri- 
sten ähnlich wie die frühchristlichen Mär- 
;yrer Leiden und Qualen ausgesetzt seien 
Die Befriedung, die die Kirche wünsche, 
lürfe jedoch nicht verwechselt werden mit 
„einem Nachgeben oder Nachlassen ihrer 
Festigkeit gegenüber Ideologien und Le- 
benssystemen, die in schreiendem und 
nicht zu behebendem Widerspruch zur 
katholischen Lehre“ stünden.“ 
hat. Die Tatsache, daß der sowjetische 
ATinisterpräsident verschiedentlich betont 
ı1at, es habe sich gar nicht um eine ulti- 
native Forderung Moskaus wehandelt, 
leutet allerdings zugleich darauf hin, daß 
ver Kreml jene Ziele ohne Anwendung 
on Waffengewalt zu erreichen hofft, die 
2. im sowjetischen Entwurf für einen 
Priedensvertrag mit Deutschland aufge- 
jeichnet sind. Dieser im Januar 1959 ver- 
ründete sowjetische „Vorschlag“ stellt in 
ier Tat die „Quintessenz“ der bisheriger 
‚owjetischen Europapolitik dar, die nichi 
ılleim darauf abzielt, den Status quo auf- 
iecht zu erhalten, sondern die vielmehr 
nen „Status quo minus“ zu Ungunsten 
‚es Westens herbeizuführen bemüht ist. 
)hne auch nur die geringste „Gegenlei- 
tung“ zu bieten, fordert der Kreml fak- 
isch die Anerkennung der Vierteilung 
‚eutschlands unter Nichtbeachtung ders 
jelbstbestimmungsrechts des deutschen 
Tolkes und des Rechtes auf die unter 
remder Verwaltung stehende ostdeutsche 
leimat. Abgesehen davon, daß durch wei- 
ere Bestimmungen dieses „Friedensver- 
rags“ zugleich die NATO — wiederum 
»hne eine jede „Gegenleistung“ — in 
ntscheidender Weise „reduziert“ werden 
oll, enthält der sowjetische Entwurf auch 
\rtikel, welche weitreichende Eingriffe in 
je freiheitliche Substanz und innenpo- 
‚sche Struktur der Bundesrepublik er- 
nöglichen sollen. Daß es dem Kreml sehr 
;rnst mit der Durchsetzung dieser Ziele 
st — und man also nicht ohne weiteres 
Javon sprechen kann, es handele sich al- 
‚gin um ein „Maximalprogramm“, das nur 
ıls Verhandlungsgrundlage dienen solle 
— geht auch aus dem Text des Schrei- 
v‚ens Chruschtschews an den Bundeskanz- 
er vom 15. Oktober 1949 hervor: Es zeigt 
war eine „Milderung der Tonart“, aber 
‚.icht die geringste Veränderung in der 
‚ache, um die es Moskau zu tun ist. 
3. Dabei war man sich in Moskau dar- 
ıber im klaren, daß die Ziele des sowje- 
ischen Deutschland nur dann ohne Ge- 
valtanwendung durchgesetzt werden 
tönnen, wenn die Bundesrepublik isoliert 
vird. Diesem Vorhaben diente letztlich 
‚owohl die Genfer Außenministerkonfe- 
‚nz als auch der Besuch Chruschtschews 
n den Vereinigten Staaten, der durch 
liese langdauernde Zusammenkunft der 
Tertreter der Vier Mächte — unter Be- 
giligung von Delegationen der Bundes- 
epublik und der Sowjetzone — vorbe- 
eitet wurde. Die sowjetischen Erklärun- 
‚en, in denen der „Geist von Camp Da- 
id“ beschworen wird, lassen deutlich ge- 
ug erkennen, daß Moskau darauf be- 
‚acht ist, eine „Regelung über die Köpfe 
‚er Deutschen hinweg“ zu erreichen. Es 
var gerade in diesem Zusammenhange 
‚ehr aufschlußreich, daß der sowjetische 
Ainisterpräsident immer wieder — Vvor- 
‚ehmlich in seiner Budapester Rede — an 
las ost-westliche Bündnis des zweiten 
Veltkriegs erinnerte. Doch wurde Präsi- 
‚ent Eisenhower nicht nur mit Worten 
ngesprochen: Es war sehr bezeichnend, 
aß der sowjetische „Lunik“ unmittelbar 
or Beginn der Amerika-Reise Chru- 
;htschews abgeschossen worden ist, um 
‘“ortschritte der sowjetischen Waffentech- 
ik unter Beweis zu stellen. 
14. Zugleich haben die Sowjets den Sa- 
AJlitengürtel wieder „stabilisiert“, wobei 
je sich — was Polen anlangt — die Wirt- 
chaftskrise zunutze machten, welche im 
ommer zunächst in den Oder-Neiße-Ge- 
jeten ausbrach. Zwar verfügte die Volks- 
2publik Polen niemals über eine außen- 
‚olitische „Freizügigkeit“, aber es war 
och bis dahin der polnischen Diplomatie 
gelungen, den Anschein zu erwecken, als 
‚enn. dies düs zu einem gewissen Grade 
er Fall sei. Die Geschehnisse der idetz- 
an Wochen und Monate haben solche ir- 
igen Vorstellungen berichtigt. 
5. Das bewegte Bild, welches sich bei 
‚esem Rückblick auf das Jahr 1959 er- 
ibt, wäre aber nicht vollständig, wenn 
ıan die Ereignisse außer Betracht ließe; 
je sich im Fernen Osten abgespielt ha- 
en: Der — verhältnismäßig — Kühle 
mpfang, den Peking dem sowjetischen 
Tinisterpräsidenten anläßlich der Feier 
Nun ist also die Gipfelkonferenz be- 
ihlossene Sache, Und Chruschtschew hat 
ırfreut zugestimmt. Offen ist nur noch 
ler Termin, aber über diesen wird 
icher leicht eine Einigung zu erzielen 
ein, 
Es hat über ein Jahr gedauert, bis 
hruschtschew durch den Druck auf Ber- 
in sein Ziel — die Gipfelkonferenz — 
ırreichen konnte. Und wie so oft im Le- 
‚en, wenn Zeitabstände von Bedeutung 
verden, muß man sich fragen, ob am 
nde in diesem einen Jahr sich die Vor- 
s ist eine offene Frage, ob oder in wel- 
hem Ausmaße dies auch im Jahre 1960 
‚jelingen wird. 
Überblickt man alle diese Vorgänge, 
zelche das Geschehen im Jahre 1959 
ı1aßgeblich bestimmt haben, unter dem 
sesichtspunkt ihrer möglichen Auswir- 
ungen auf das neue Jahr, so stellt sich 
lerdings die Frage, ob nicht der Zeit- 
‚unkt herannaht, zu dem die sowjetische 
Jeutschlandpolitik eine grundlegende 
Vandlung erfährt. Dies wird zweifelsohne 
‚ur dann der Fall sein, wenn sich der 
£reml davon überzeugt hat, daß der We- 
ten weder durch Lockungen noch durch 
)rohungen veranlaßt werden kann, West- 
zjerlin und die Bundesrepublik „im Stiche 
u lassen“. Mit Sicherheit kann auch an- 
'enommen werden, daß Chruschtschew so- 
vohl während seines Besuches bei de 
zaulle als auch auf der angekündigten 
3ipfelkonferenz nochmals versuchen wird 
len Westen zu einem Einschwenken aui 
ane Linie zu veranlassen, welche im so- 
vjetischen Entwurf für einen Friedens- 
rertrag mit Deutschland (d.h. mit „beiden 
seutschen Staaten“) vorgezeichnet worden 
st. Was geschieht, wenn dies ebenso 
cheitert, wie die Genfer Außenmimnister- 
onferenz kein reifbares Ergebnis ge- 
‚eitigt hat, entzieht sich sicherlich der 
jpekulative. Immerhin sollte verzeichnet 
verden, daß polnische Beobachter ver- 
chiedentlich auf die Alternative der so- 
vjetischen Deutschlandpolitik hingewiesen 
ıaben, welche Chruschtschew bereits vor 
rahren anläßlich seines Besuches in Eng- 
and in einer Diskussion mit Vertretern 
ler Labour-Partei aufgezeigt hat: Es ist 
lanach nicht gänzlich ‚ausgeschlossen, daß 
‚er Kreml endlich die Einsicht gewinnt, 
vie sehr eine wirkliche Entspannung zwi- 
chen Ost und West — welche die sowje- 
ische Freizügigkeit insbesondere in fern- 
»stlichen Fragen wiederherstellen würde 
— von einer Regelung der Deutschland- 
'rage in Frieden und‘ Freiheit abhängt. 
Junius Quintus 
m = R 
Gomulka-Polen kann die Wahrheit nicht vertragen 
Die Hintergründe der Ausweisung des „New York Times“-Korrespondenten in Warschau 
{hvp) Die amerikanische Presse verzeich- Zork Times“ unverzüglich in einem re- Varschau zu tiefst in das polnische Leben 
et — unter Bezugnahme auf Berichte laktionellen Kommentar Stellung in dem uneingeleuchtet. Damals wurde keines- 
es Nachrichtenbüros Associated Press — » u. a, heißt: vegs der Vorwurf erhoben, daß er 
je Po nt Pan Gele „Mr. Rosenthal ist im letzten Monat gendwie falsch berichtet habe. 
angen auf 4e aUSSCVUÄTEICHED. SET November 1959) ausgewiesen worden, wo- Di hm e s i 
‚es bisherigen „New-York-Times“-Kor: »yei ihm von einem verantwortlichen pol- Ko ME EHLTEN. Sachdem- Mr. Tore 
espondenten in Warschau, A, M. RO- ischen Beamten mündlich mitgeteilt als ausgezeichnete Berichte erschienen 
en} an N und "a urde. er habe mit seinen Berichter aus varen, in denen er den moralischen und 
ots it MANON  DIPDS reaßler En - ‚olitischen Bankrott der kommunistischen 
CT SOSE En Bas wi Ierrschaft in Polen geschildert hat. In 
ung aus der „Volksrepublik“ Polen aus » . - 
Vien unter ‚anderem berichtet, daß die Deutscher Monteur verurteilt en ME a leer die AUEHKUN- 
ußenpolitische Bedeutung Warschaus ; 6 i 1ge Bin Hr DOMUISCIENH LEISTUNG 
05600 x Das polnische Wojewodschaftsgericht iı ‚ewesen, die Times — und damit, so ist 
zu einem kaum noch sichtbaren Punkt ‚attowitz verurteilte den Westdeutschen m folgern, auch jede andere Zeitung — 
usammengeschrumpft“ sei, nachdem Ra- ar] Stickelbrock zu einem Jahr vw zwingen, ihre Berichterstattung über 
'acki die ihm von den Sowjets gestellte ;ofängnis. Der Verurteilte war im Augusi enes Land und ihre diesbezügliche Kom- 
salsebe TA Na san Gespräche 959 von seiner Firma „Siempelkampf“. nentierung nach den Wünschen der kom- 
wischen Moskau und Washington vorzu- refeld, als Monteur nach Gleiwitz ge. —nunistischen Beherrscher Polens zurecht- 
‚ereiten. Insbesondere diesen Bericht hatte «ickt worden, um dort Maschinen, die —uschneidern . . .“ 
ie polnische Regierung zum Anlaß ge- ‚olen in der Bundesrepublik gekauft . . 
‚ommen, die „New York Times“ in Po- atte, zu montieren. Karl Stickelbrock warf Die „Chicago Daily Tribune“ befaßte 
en und den Oder-Neiße-Gebieten zu ver- lie Anklage "70T "polnische Bürger‘ und ich ebenfalls mit diesen Vorgängen und 
äeten und dem von dem amerikanischen |; kommunistische polnische Staatsform 'Tklärte in einem redaktionellen Kom- 
3latte benannten Nachfolger Rosenthals ‚eleidigt zu haben nentar zur Lage in der „Volksrepublik“ 
ie Einreise zu verweigern. s ) >olen, Mr. Rosenthal habe in seinen Be- 
Die „New York Times“ gab einen dies- 190 000 Zloty unterschlagen DO Or ng „der 
ezüglichen Artikel des Zentralorgans der Nach einem AP-Bericht aus Warschauhal ‚undenen Nichtskönner“ nicht sagen könn- 
Vereinigten Polnischen Arbeiterpartei“, as polnische „Volksgericht“ in Oppeln eH. Wie #5 weilengehen sole: 
‚er „Trybuna Ludu“, wieder, in dem Ro- pn früheren Geschäftsführer. des staat- ? 
enthal beschuldigt wird, er habe aus en „Orbis“-Reisebüros in Oppeln, „Das Marionettenregime des Kremls (in 
Varschau „Falschmeldungen und vulgären g7islaw Riedler,wegen Unterschlagung —varschau) taumelt von einem Versager 
<latsch über Polen verbreitet“, weshalb on 190000 Zloty (rund 30000 DM) zu um nächsten und wird nur in periodi- 
r ausgewiesen worden Sei. Daraufhin habe penslänglichem Zuchthaus verurteilt chen Abständen durch die amerikanische 
tosenthal „aus Rache“ eine Berichtserie orner wurde sein Vermögen beschlag- uslandshilfe aus der Zwangslage gelöst, 
fabriziert“, „deren verleumderischer und ‚ahmt und eine Geldstrafe von 100 000 ch jene Maßnahme, die man rational 
)rovokatorischer Charakter das übertrifft, Aloty (17000 DM) verhängt. Riedler war ‚ur ene Maßnahme, di a 
vas er während seines Aufenthalts in ‚ngeblich wenige Stunden vor seiner ge- ıicht mehr erklären kann, während das 
Warschau geschrieben hat.“ Janten Flucht nach Italien verhaftet wor- Dolnische Volk die Kommunisten mit 
Zar diesen Anwürfen nahm die „New len. /erachtung und Abscheu betrachtet,“ 
yussetzungen für eine Gipfelkonferenz 
‚erändert haben, so daß diese wohl for- 
nell ablaufen wird, aber vielleicht zum 
"eil schon ihren Sinn verloren hat. 
Der Gedanke der Gipfelkonferenz ist 
‚eboren und bestimmt worden von dem 
Vunsch nach einer Entspannung, nach 
ner Milderung der Konflikte, durch den 
Nillen nach einer möglichen politischen 
ınd wirtschaftlichen Sicherheit und dem 
Streben nach Frieden. Es äst nicht über- 
rieben zu sagen, daß diese Motive, auf 
lie letzten Endes die Gipfelkonferenz 
‚urtckzuführen ist, auch im innerpoliti- 
chen Leben der beteiligten Völker und 
staaten ihren Ausdruck finden müssen. 
Ind mit Recht kann man die Frage auf- 
verfen, ob dieses noch im Hinblick auf 
lie Vorgänge in der Sowjetunion und 
m Bereich von deren Satelliten zutrifft. 
Seit dem Oktober vorigen Jahres mehr- 
en sich die Zeichen, sowohl im Sowjet- 
'eich, wie im Satelittengürtel, daß dort 
sin neuer Zeitabschnitt der Entwicklung zu 
‚eginnen schien, der deutlich gekenn- 
‚jeichnet war durch den Willen, alles, was 
ıoch an das kapitalistische Zeitalter er- 
nnerte, auszumerzen. Dieser Wille äu- 
Jerte sich immer deutlicher im vergan- 
‚enen Spätherbst und heute ist es keine 
'rage mehr, daß der genannte Prozeß 
m ‘Deschleunigten Tempo vor sich geht. 
Er äußert sich vor allem in dem Be- 
treben sowohl in der Sowjetunion, wie 
»esonders im Satellitengürtel, die „Sozi- 
ılisierung“ der Landwirtschaft zuende zu 
‚ühren. Sowohl in Polen, wie in Ungarn 
ınd den Balkanstaaten, besonders aber 
n der Tschechei, die ja immer der 
schrittmacher der Moskauer Politik im 
satellitengürtel gewesen ist, werden Maß- 
ıahmen ergriffen und Pläne bekannt ge- 
‚eben, die zeigen, daß in einem kurzen 
Zeitabschnitt das Kolchossystem endgül- 
ig in allen diesen Ländern durchgeführt 
verden wird. Daneben ist zu erkennen, 
vie z. B. in Polen, auch auf dem Sektor 
1er Industrie die Bestrebungen, die dahin 
ielten, eine gewisse Autonomie und 
jelbständigkeit der einzelnen Betriebe zu 
ırreichen, nun abgestopft werden, um 
un wiederum einer engen und sturen 
Yanwirtschaft Platz zu machen, 
Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß 
Ihruschtschew auch in der Sowjetunion 
‘“«elbst auf dem Gebiet der Landwirtschaft 
jaran gehen will, die letzten Reste von 
>rivatinitiative und privatem Erwerbs- 
äinn auszurotten. Es wird wohl wieder 
nen Sturm auf das Gartenland und die 
Zuh des Kolschos-Bauern geben und vie- 
es deutet darauf hin, daß die Lieblings- 
dee von Chruschtitschew, die Agrarstadt, 
wieder im Anmarsch ist, mit dem Zäel, 
ien Kolchos-Bauern endgültig zu einem 
Proletarier des Staates zu machen, ohne 
genes Land und ohne eigenes Vieh. 
Alle Nachrichten, die aus Polen in 
len letzten Wochen zu uns drangen, run- 
Jen sich immer deutlicher zu einem Bild 
b, das zeigt, wie überall die Schrauben 
ıngezogen werden, wie der „Oktober“ 
mmer mehr verblaßt und das polnische 
Volk in die Gefahr gerät auf dem Wege 
les Terrors, besonders nach der Ernen- 
ıung des Stalinisten Witaczewski zum 
hef aller Abwehrkräfte, unter das 100°/0- 
ge System eines menschenunwürdigen 
Zommunismus gebeugt zu werden. 
Wenn zuerst auf die Kennzeichen die- 
‚er Entwicklung im wirtschaftlichen Sinne 
ıngewiesen wurde, so muß aufmerksam 
semacht werden. daß der gekennzeich: 
® ® ® 
Niemals Oder-Neiße-Linie! 
SD 
ıjete Prozeß Hand in Hand geht mit 
äner rücksichtslosen Unterdrückung aller 
3Zestrebungen nach nationaler Eigenstän- 
ligkeit der Völker im sowjetischen Macht- 
yjereich. 
Die Ablösung einer ganzen Reihe von 
ührenden Persönlichkeiten in den Bal- 
ischen Staaten, in den asiatischen Staa- 
en der Sowjetunion und die Vorgänge 
An Polen zeigen, daß ein harter Zentra- 
ismus stalinscher Prägung wiederum um 
ich greift. 
Nicht nur der russische Bauer, sondern 
ılle Völker im Sowjetbereich gehen, wie 
u befürchten ist, einem neuen Zeitab- 
chnitt wirtschaftlicher und nationaler Un- 
erdrückung entgegen. 
Es zeigt sich, daß die Erklärungen von 
Ihruschtschew in seiner Rede vom 27. Ja- 
ıyuar 1959 sehr viel ernster zu nehmen 
and, als manche dieses anfänglich taten.
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Periodical volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer
TOC

Periodical issue

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Periodical volume

To quote this record the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Periodical issue

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

To quote this image the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Unser Oberschlesien. Senfkorn-Verl., 1951.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.