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Rheticus 2000

Bibliografische Daten

fullscreen: Rheticus 2000

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Rheticus
Untertitel:
Vierteljahresschrift der Rheticus-Gesellschaft
Publikationsort:
Feldkirch
Verlag:
Rheticus-Ges.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407605185
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Rheticus 2000
Veröffentlichungsjahr:
2000-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407605185_2000

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Jahrgang 22, Heft 1 (2000)

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Niederstätter, Alois
Titel:
Neue Forschung zur Gründung der Stadt Feldkirch
Beteiligte Personen:
Niederstätter, Alois

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Rheticus
  • Rheticus 2000
  • Jahrgang 22, Heft 1 (2000)
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Neue Forschung zur Gründung der Stadt Feldkirch
  • Die Überreste der Bibliothek des Feldkircher Frühhumanisten Dr. med. Ulrich Ellenbog
  • Drohender Einsturz der Ruine Neu-Montfort
  • 32 im Wasser stehende Räder
  • Der Bildhauer August Valentin
  • Der Fall Wilhelm oder Wilhelm unerwünscht
  • Feldkircher Gymnasiasten während des NS-Regimes
  • Die Revolution von 1848 in Liechtenstein
  • Buchbesprechungen
  • Bibliographische Notizen der ARGE NATWI
  • Jahrgang 22, Heft 2 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 3 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 4 (2000)

Volltext

Neue Forschungen zur Gründung der Stadt Feldkirch 
Alois Niederstätter 
Die Abwicklung der Bregenzer Erbschaft hinterließ jedoch tiefgreifende 
Mißstimmigkeiten, die sich in einem großen, weite Teile Schwabens erschüt 
ternden Krieg entluden. Diese sogenannte “Tübinger Fehde”, die 1164, nach 
dem der Pfalzgraf Hugo von Tübingen welfische Ministerialen hatte hinrichten 
lassen, ausbrach, eskalierte zu einem grundsätzlichen Konflikt “zwischen zwei 
Lehenshöfen und ihren Herren”, nämlich dem des Herzogs von Schwaben und 
dem diesem Herzogtum gleichfalls zugehörigen der Welfen. 2 Dieses Ringen 
blieb unentschieden. Da Friedrich I. Barbarossa durch die Tübinger Fehde seine 
Italienpolitik und den geplanten Romzug gefährdet sah, lud er die Parteien nach 
Ulm zu einem Hoftag, der am 7. und 8. März 1166 abgehalten wurde. Der 
Pfalzgraf von Tübingen, der den unmittelbaren Anlaß zur Fehde geliefert hatte, 
mußte sich Welf VII. unterwerfen und wurde von diesem auf der weibischen 
Neuburg bei Koblach in Gewahrsam genommen. 3 Erst der Tod Welfs VII. im 
kaiserlichen Heer bei Rom beendete die anderthalbjährige Gefangenschaft des 
Tübingers. Auch der Sohn Rudolfs von Pfullendorf erlag in Italien der Malaria. 
Der nunmehr erbenlose Rudolf übertrug in weiterer Folge seinen Besitz dem 
Kaiser, wobei offenbar Herrschaftsrechte aus dem Bregenzer Erbe - entweder 
direkt oder über den Kaiser - an Hugo von Tübingen gelangten, der somit neben 
seinem Tübinger Hausbesitz über Teile des Bregenzer Erbes verfügen konnte. 
Als Pfalzgraf Hugo im Jahre 1182 verstarb, hinterließ er seine Gattin Elisabeth, 
die letzte Bregenzerin, sowie zwei Söhne, den älteren Rudolf und den jüngeren 
Hugo. Rudolf erscheint im folgenden Jahr als palatinus de Tuwingin, 4 auf ihn 
ging also der Pfalzgrafen-Titel über. Sein Bruder Hugo tritt dagegen um 1188 
vorerst nur als mit dem Bruder gemeinsam handelnd ohne eigenen Titel als fra- 
ter eius 5 auf und verschwindet anschließend für annähernd zwei Jahrzehnte 
gänzlich aus den Quellen. 
Erst knapp vor 1208 nennt ihn die Chronik des Konrad von Pfäfers; 6 bald nach 
der Ermordung Philipps von Schwaben im selben Jahr berichtete der Bischof 
von Ostia dem Papst, Hugo habe Kaufleute aus Piacenca ausgeraubt; 7 zwei wei 
tere Urkunden belegen ihn 1209 in Ulm 8 bzw. im Thurgau. 9 Alle diese Quellen 
titulieren ihn als Grafen von Montfort - de Munfort, de Monteforti bzw. 
Montiffortis. Aus dem Jahr 1214 schließlich stammt die erste erhaltene, von 
Hugo ausgestellte Urkunde, in deren Intitulatio er sich ausdrücklich auch selbst 
als comes Montis fortis bezeichnete. 10 Sein daran befestigtes Siegel dagegen 
trägt die Umschrift: + COMES HUGO PRIGANTINUS." 
Was bewog Hugo zur Annahme dieses neuen Namens “Montfort”, den vor ihm 
in Schwaben, in Rätien niemand getragen hatte, woher stammt er und warum 
blieb der klangvolle und traditionsreiche Titel eines Grafen von Bregenz auf
	        

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