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15. Jahrgang (1878)

Bibliografische Daten

fullscreen: 15. Jahrgang (1878)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Titel:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Untertitel:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Publikationsort:
Hamburg

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-215
Titel:
15. Jahrgang
Band, Heft, Nummer:
1878

Signatur:
online
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831215

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Januar
Band, Heft, Nummer:
1

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 15. Jahrgang (1878)
  • Gesamtindex
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Volltext

loszubrechen um sein eigenes f�r das mit Prof. No r d e n s k j � l d e r wa r t e t e u n d u o c h e i n e d r i t t e L a - dung f�r den Engl�nder Wiggins der auch kommen sollte zu beschaffen die die M�ndung des Je nissei im Sommer 1876 besuchen w�rden was auch ja geschah. Aber die Arbeit in den Graphitbergen war keine leichte. Am Tage es war nunmehr Hochsommer geworden von Hitze und Mosquitos Nachts von er- starrendem Frost geplagt ohne Haus und Obdach ging die Arbeit �usserst langsam vorw�rts. Etwa 3000 Pud waren endlich in das Leichterschiff gebracht dieses musste nun die 15 Meilen zur�ckgeschafft werdet. Mittlerweile war das Nordlicht in Jenisseisk unter Aufsicht des Steuermanns fertig gestellt und nach grossen Schwierigkeiten ausger�stet so dass es am 12. August mit Proviant f�r 2 Jahre und 4 Mann an Bord unter Nummelin dem Kapt. Schwanen- b e r g n a c h Ku r c i k a f o l g e n k o n n t e . Un t e r we g s b e - gegnete ihm dieser bereits pr. Dampfer um von Je- nisseisk Nachrichten an Herrn Sidoroff wegen der Unm�glichkeit gen�gende Ladung zu schaffm abzu- senden. Die Fahrt des Nordlicht ging �usserst laugsam und war t�glich und st�ndlich mit tausend Gefahren verbunden. Endlic h wurde das Schiff von einem Dampf er welcher den Kapt . Schwanenberg wieder zur�ckbrachte eingeholt und nach Kuricka geschleppt. Es war am 6. September man fing sofort an die Graphitladuug einzunehmen und setzte 1213 Fuss tief gefroren und man musste bis auf eine Tiefe bis 24 Fuss theilweise im Wasser das a u g e n b l i c k l i c h f r o r a r b e i t e n . Na c h d e m e i n e g e - n�gende Menge Graphit gebrochen und heraufgeschafft war kehrte die Gesellschaft ihre Schlitten zie- hend da inzwischen die Zugthiere verstorben waren oder losgelassen werden mussten wieder an den Je- n i s s e i z u r � c k . N a c h e i n e m Ma r s c h v o n 5 Me i l e n brach Kapt. Schwanenberg vor Krankheit und Ueber- anstrengung zusammen und musste sein Krankenlager unter freiem Himmel auf einem Schlitten in der Ein- �de aufgeschlagen werden. Drei Tage vergingeu in dieser traurigen Lage auf der Tundra da endlich kamen die ausgesandten Ostiaken mit 8 eingefangenen Renn- thieren zur�ck und man kounte Proviant und Werkzeuge fahren aber leider stieg eine neue Gefahr auf. Als die Reisenden etwa 2 Meilen von der M�ndung des Ku r c i k a e n t f e r n t wa r e n e n t s t a n d E i s g a n g u n d b e - gann das Wasser dieses Flusses so pl�tzlich �ber das Hache Uferlaud zu steigen dass mau gen�thigt war sich vor der mehr und mehr nahenden Gefahr zu er- trinken zu fl�chten bis man etwa 8 Meilenlandein- w�rts H�hen fand die das Wasser nicht erreichte. Hier wurde ein Lager aufgeschlagen und 18 Tage erastet. Gl�cklicherweise kam in der N�he so viel freibholz an dass man Feuer unterhalten konnte. Auch ein kleines Boot trieb herau dies wurde mit Freuden festgehalten und dazu benutzt auf dem nun- mehr eisfreien Flusse nach dem Jeuissei zur�ck zu gelangeu. . k A 4 ts �ber Norwegen Gothenburg u. auf dem Gota-Kanal nach Stockholm und weiter nach St. Petersburg gemacht. Dieses Schitflein ist es welches dem Herrn Sidoroff das Privilegium einer 25j�hrigen zollfreien Einfuhr von allen ausl�ndischen Produkten eingebracht hat das Seitens der russischen Regierung demjenigen ausgelobt war welcher die erste Ladung in einem am Jenissei gebauten Schiffe unter russischem Befehl von dorther bringen w�rde. Kapitain Schwanenberg hat das Problem gel�st und verdient den Preis so- wohl als die Anerkennung Aller die ein Herz haben f�r Mannesinuth und �nerschrockenheit in allen Entbehrungen des Seelebens. Kapt. D. Schwanenberg jetzt 45 Jahr alt ist aus Curland geb�rtig seit 30 Jahren Seemann ist er auf allen Breiten gesegelt und f�hrte zuletzt Dampfer auf dem Weissen Meere etc. Im Herbste 1875 kam gestellten aufrechtstehenden Baumst�mmen und Erde er mit Herrn Sidoroff in Verbindung wegen der gemachten H�tten besteht. Diese St�tte wurde das fraglichen Unternehmung und wurde wegen der Grab des Nordlicht. n�heren Modalit�ten der Expeditiou einig er trat sodann begleitet vom Steuermann Xummelin 24 Jahr alt und Finnlinder von Geburt im April j 9 Fuss breit 12 Fuss lang und Ii Fuss hoch erbaut 1876 die Heise nach Jenisseisk zu Lande an nach- dem vorher durch Herrn Sidoroff beim Schiffbauer B�jling einem Deutschen und geborenen Helgol�uder das Schiff Nordlicht pr. Telegraph in Bestellung gegeben worden war. Das Schiff sollte nach Verab- redung in zwei Monaten fertig gestellt sein die H�lzer lagen schon lange fertig vorgearbeitet. die Fahrt weiter geschleppt nach Dudina 60 39 N. fort woselbst am 10. desselben Monats dr Winter bereits seinen Einzug gehalten hatte. Man versah sich hier mit Pelz- und Winterkleidung und segelte weiter aber Schnee. Hagel. Frost und Sturm mit hohem Seegange machten das Weiterdringen unm�glich. A m 16. S e p t . e r r e i c h t e ma n Oc h o t s k a 7 0 3 0 N . woselbst etwas Fisch um das Schiff zu f�llen einge- nommen werden musste. Der Dampfer welcher bisher theilweise geschleppt hatte kehrte um und Kapitain Schwanenberg erhielt den Rath sich mit dem Nordlicht nach Klein-Obrchoffski zu begeben. Dieser Ort auf etwa 71 N. Br. der das unheil- volle Winterlager des Nordlicht und seiner Mannen werden sollte ist eine Somiuerniederlassung f�r Fischer die nur aus einigen Jurten von zusammen- Nac hdem Ka pt . S. das N� t hige f�r die Un t e r - kunft der Mannschaft vorbereitet eine kleine H�tte und mit einem Ofen etc. versehen sowie das Schiff bestens gesichert hatte begab sich derselbe mit dem Lootsen und zwei Mann im Boote den Fluss aufw�rts. Nach uns�glichen M�hen und Abenteuern langte er mit seinen Begleitern nachdem sie unterwegs mit dem englischen Kapitain Wiggins der sein Schiff ver- i loren hatte zusammengetroffen waren Neujahr 1877 zu Laude in St. Peterburg an. Bei der Ankunft in Jenisseisk fand Kapitain Schwanenberg jedoch nur den Rumpf des Schifies in Ordnung. Zum Warten war keine Zeit es sollte ge- handelt werden denn die Ladung m�sste eist be- schafft sein und das war ein Kapt. S. gar fremdes Gesch�lt. Er kaufte daher ein von Irkutsk ange- kommenes russisches Flussfahrzeug Barke nahm i war das Ziel das Graphitlager an der Kurcika. Dieses 18 Mann deportirter Russen an Bord und begab sich den Steuermann Nutnmelin zur�cklassend fiuss- abw�rts nach der M�miung des Kurcika Nebentluss des Jenissei etwa 150 deutsche Meilen abw�rts auf 08 51- N. Br. mit gutem Halen. Am Ufer diesesFlusses etwa 15 Meilen von der M�ndung sind die m�chtigen Graphitlager des Herrn Sidoroff belegen. Es galt lichen Entbehrungen gearbeitet. Die Erde war bei hier etwa 8000 Pud � 18 Kilo von diesem Mineral Aus Reval wurde nun Steuermann Maywald und ein Matrose sowie Segel und andere Ausr�stungs- gegenst�tide herbeigeschafft und Ende Januar die R�ckreise nach Sibirien angetreten. Ende M�rz laugte die Gesellschaft wieder in Jenisseisk an. Wiederum Mal fuhr man aber per Schlitten mit Rennthieren und Hunden. Mit 8 Ostiaken und 25 Rennthieren ging es dahin. Weite Umwege inussten gemacht werden um auf der Tundra f�r die Thiere Futter zu finden. Nach acht Tagen kam man gl�cklich au Ort und Stelle an. Hier wurde nun 1 Monat unter uns�g-

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