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15. Jahrgang (1878)

Bibliografische Daten

fullscreen: 15. Jahrgang (1878)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Titel:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Untertitel:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Publikationsort:
Hamburg

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-215
Titel:
15. Jahrgang
Band, Heft, Nummer:
1878

Signatur:
online
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831215

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Februar
Band, Heft, Nummer:
2

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 15. Jahrgang (1878)
  • Gesamtindex
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Volltext

keit gemachteu reiclien Erfahrungen ein ausf�hrliches Werk ver�ffentlicht in welchem er dieses Thema ein- gehend er�rtert und die ganze Frage einer gr�nd- lichen und gemeinverst�ndlichen Untersuchung und Aufkl�rung unterwirft. Seinem Werke welches in der Gelehrtenwelt in und ausser den skandinavischen L�ndern eines sehr grosseu Itufs geniesst habe ich die folgende von Holmgren vielfach erprobte und empfohlene Methode und Beschreibung f�r die Unter- suchung von Farbenblinden entnommen. tung manchen gewissenlosen und nachl�ssigen Kapi- tain Ed einer gr�sseren Achtsamkeit anspornen wird so bin ich doch der Ansicht dass man bei Vor- kommnissen die nicht klar und deutlich bewiesen sind und wo nicht eine eclatante Zweifellosigkeit zu Tage getreten den Kapitain nicht allzuseharf beur- theilen und alle Schuld auf ihn w�lzen solle. Denn wer von den selbst nautischen Beisitzern wird stets im Stande sein sich ein getreues Bild von den hrr sehenden Umst�nden machen zu k�nnen welche den Kapitain in guter Absicht veranlassten dieses oder jenes zu thun oder zu unterlassen. .oji 2 6 m Die einfachste bereits von Seebeck angewandte Methode in k�rzester Zeit die sichersten Resultate zu erzielen ist nach Holmgren mit gef�rbten Gegen- st�nden direkt zu e.rpcrimentircn. Das Material Bild von der damaligen Luftbesohaficiiheit der Dich- welches dabei Anwendung findet ist farbiges Woll- tigkeit oder Leichtigkeit des Nebels zu machen im garn. Einmal weil Glas Papier Seide und andere Stande seinV Und wenn z. B. bei einem dichten Stoffe ihres Glanzes wegen st�rend dann aber auch weil die notliwendigen Farbent�ne im gef�rbten Woll- garn Zelirgarn bereits vollst�ndig vorhanden sind und letzteres �berall leicht erh�ltlich ist. Die Wahl des Untersuchungsmaterials ist keine Eigenth�mlich- keit der Holmgrenschen Methode desto mehr aber fertisrt halten wenn ein Seegericht einen solchen die Art der Anwendung desselben. Sie ist die Kapitain auf Monate seiner Freiheit beraubte Ich folgende Mau verschafft sich ein Sortiment von gef�rbtem Wollgarn aus Roth Gelb Orange Gr�ngelb Gr�n Blau- gr�n Blau Violett Purpur Rosa Braun Grau am liebsten mehrere Schattirungon von jeder Farbe uud tigten Absicht nicht auch im Seegericht Rechnung innerhalb jeder Schattirung mehrere mindestens f�nf j trauen T�ne vom dunkelsten bis zum hellsten. Besonders vertreten m�ssen Blau und Grau in mehreren Sorten seiu ferner Blau und Violett sowie blassgraue Nuancen von Braun Gelb Roth Rosa u. s. w. Wer wird sich z. B. im Adlerfalle ein getreues Nebel sehr niedrigem und noch immer mehr fal- lendem Barometer der Kapitain. einen Sturm bef�rch- tend im offenen Meere volle Kraft l�uft um noch vor Ausbruch des Sturmes seinen Hafen zu erreichen und dabei in Collision gerieth ..w�rden Sie es uerecht- nicht W�re ein solcher Kapitain so sehr zu ver- dammen wenn er zur Verh�tung eigener Unf�lle an Schiff und Besatzung etwas Ausserge wohnliches ris- kirtV Und sollte man seiner guten und gerechtfer- Sollte die Fahrt des Adlers mit 8 Knoten wirk- lich zu schnell gewesen sein so halte ich mich voll- kommen �berzeugt dass man den Kapitain ebenfalls verdammt haben w�rde wenn er nur 5 Knoten ge- Die Methode der Untersuchung beruht in laufen. weil er seine Fahrt nicht auf 4 Knoten re- gr�sster K�rze gesagt darin dass der Untersuchende aus dem Haufen diaer Farben diejenige herausnimmt auf welche die Untersuchung besonders gerichtet ist und den Betreffenden auffordert siincrseits nun die Farben auszusuchen und zu der Probefarbe zu legen welche mit ihr am meisten Aehnliehkcit habe. Aus der dieses oder jenes zu thun was er unter normalen Art und Weise wie dieses letztere ausgef�hrt wird Verh�ltnissen nicht thun w�rde. Gehts dann gut kann der Farbensinn des zu Untersuchenden bestimmt so erf�hrts kein Mensch gehts schlecht so schreit tverden. Es hat seine guten Gr�nde warum die Hand uud nicht der Mund die Sprache zu H�lfe gezogen wird bei der Beurtheilung uud Ausscheidung der Farben auf deren Erkennen es ank�mmt. Die combiuirte Th�tigkeit der H�nde und des Auges spielt n�mlich bei der Entwickelung unserer Sinne uud bei deren Gebrauch eine sehr wichtige Rolle und ist bei dieser Untersuchung ebenfalls von der gr�ssten Bedeutung. Nach einiger Uebung kann der Pr�fende sofort aus Griff und Bewegung des Pr�f- lings wichtige Schl�sse ziehen die nicht nur den Farbensinn betreffen sondern auch erkennen lassen welcher Grad von Intelligenz und Bildung ihm inne- wohnt und im Besonderen ob und welche Ber�hrung er fr�her mit Farben bez. welche Kunde von Farben er gehabt hat. Die Pr�fung ist nach Prof. Holmgren auf Gr�n und Purpurroth zu machen. Nach der beschriebenen Methode ist in Schweden eine grosse Anzahl Menschen in kurzer Zeit unter- sucht worden ja man hat berechnet dass 4 bis 5 Minuten gen�gt haben um den Farbensinn einer Person sicher festzustellen. Om F�rgblindheten i dess f�rb�llande tiaj�rnv�gshatiken ich Sj�v�sendet af Fritbiof Holmgren. Upsala 1877. Aus Briefen deutscher Kapitaine. i. Zum Frozess des Adler. Wenngleich ich immer und auch noch f�r die Seegerichte schw�rme indem eine solche Einrich- die ganze Welt. Als Resume des Gesagten ist es duzirt habe Wohin soll aber ein solches Verfahren f�hren Nachher ist mau stets kl�ger als vorher. Ein See- mann kommt in so manche wunderbare Lagen dass die complieirten Umst�nde ihn h�utig veranlassen meine Ansicht dass man in einem Seegerichte nicht allein mit den Thatsacheu sondern auch mit den Motiven des Kapitains rechnen sollte und das ist der Zweck meines Schreibens dass ich Grund habe anzunehmen dass obiges zu wenig ber�cksichtigt wird denn l�uft ein Kapitain in Nebel und dunkler Nacht lull speed um to safe the tide etc. so ist es Haschen nach Gewinn that er es aber um eigenes Unheil abzuwenden so ist es Selbsterhaltung und halte ich daf�r dass solche F�lle getrennt behandelt und beurtheilt werden. Nauticus. II. Zum Collisionsprozoss des Adler Ihre Darstellung in Nr. 2 der Hansa die Colli- sion des Dampfers Adler mit einem holl�ndischen Fischerfahrzeuge betreffend hat uns h�chlichst in- teressirt. Da nach Ansicht des Herrn Dr. Romberg und des Staatsauwaltes der Adler mit 8 Knoten noch zu schnell lief und nur ti Knoten h�tte laufen sollen so bitten wir um Ihre Ansicht was ein Segelschiff h�tte machen sollen welches unter gleichen Luft- verh�ltnissen mit dicht gereffteu Marssegeln und z. B. gereffter Fock vor dem Winde lenzt und eben- falls 89 Knoten l�uft Und welche Strafe nach obiger Herren Ansicht wohl den Kapitain eines Segel- schiffes treffen w�rde welcher mit obigen Segeln lenzt und 9 Meilen l�uft oder seine Fock festmacht und dadurch seine Fahrt auf 8 Meilen reduzirt

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