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15. Jahrgang (1878)

Bibliografische Daten

fullscreen: 15. Jahrgang (1878)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Titel:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Untertitel:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Publikationsort:
Hamburg

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-215
Titel:
15. Jahrgang
Band, Heft, Nummer:
1878

Signatur:
online
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831215

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Januar
Band, Heft, Nummer:
1

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 15. Jahrgang (1878)
  • Gesamtindex
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Volltext

denen sich Reisende in gem�ssigteren Himmelsstrichen nur eine schwache Vorstellung machen k�nnen aber der von der Stirne rinnende Schweiss h�rt auf ein Fluch zu sein wenn mau im Dienste Gottes arbeitet er erweisst sich als eine St�rkung f�r Leib und Seele und ist tbats�chlich ein Segen. Kein Mensch kann i Geogr. Mitth. 1875. Seite 20. den Zauber der Ruhe wahrhaft sch�tzen er habe denn zuvor haite Anstrengungen �berstanden. Da die Reisemethoden Livingstones der mit wenigen Begleitern uud ohne Anwendung von Gewalt reiste und Stanleys der ausser einigen Hundert Soldaten und Tr�gern sogar ein grosses eisernes Boot 2 1 3 � gr�sseres Vertrauen zu ihrer eigenen Kraft es ent- Vergewaltigung die Gewalt entgegen setzend mit allen steht gr�ssere Geistesgegenwart. Der K�rper gewinnt I dort verf�gbaren Mitteln europ�ischer Civilisation bald eine gedrungene Festigkeit die Muskeln der I mit G�te List oder Gewalt sich einen anderthalb Gliedmaassen werden so hart wie ein Brett und Tausend Meilen langen Weg durch Gegenden bahnt scheinen kein Fett zu enthalten das Gesicht nimmt die Farbe der Bronze an und der Magen ist in bester Ordnung. Afrika ist ein wunderbares Land f�r den Appetit und nur wenn der Magen auf Hirsebrei oder Markknochen und Elephantenf�sse angewiesen ist br�chten fast immer entrollen die Erz�hlungen dieser sind Verdauungsbeschwerden m�glich. Kein Zweifel Reisenden das Bild eines hartn�ckigen Kampfes mit es ist viel M�hseligkeit dabei und Strapazen von So schrieb Livingstone im Jahre 1866 nach dem er volle 26 Jahre seines Lebens fast ununter- brochen in Afrika zugebracht beim Antritt seiner i mit sich f�hrte sich wie zwei Pole gegen�berstehen dritten grossen Reise auf welcher sein seit Jahren zwischen denen die Erfahrungen der �brigen Reisen- durch Fieber und Strapazeu aller Art geschw�chter den einzuschalten w�ren so geben wir auch Stanleys welche noch nie ein Weisser vor ihm durchzogen hatte. Reisen im tropischen Afrika w�rden nicht so hoch im Werthe stehen wenn sie kein ungew�hnliches Mass von Gefahren Leiden und Ungemach mit sich Krankheit und Geldmangel best�ndiger Verz�gerungen durch die Unkenntniss des Afrikaners von dem Werthe der Zeit oder durch feindliche Beziehungen benach- barter L�nder und St�mme best�ndiger Gefahr durch Rohheit Aberglauben und Misstrauen der barbarischen Bev�lkerung und ihrer Machthaber. So Petennann. K�rper am 1. Mai 1873 den harten Anstrengungen eigene Worte indem wir sein ber�hmtes Telegramm in Chitambes Dorf im S�den des Baugweolo See er- liegen sollte. Man thut aber diesem �chtesten aller Afrikareisenden diesem unerm�dlichen Gegner des Fluches der afrikanischen V�lker der Sklaverei uud des Sklavenhandels diesem glaubensstarken mensch- lich f�hlenden Unrecht und H�rte in jeder Form hassenden Missionair der Lehre von der Liebe und Duldung diesem begeisterten Verehrer des von ihm nach allen Richtungen durchzogenen Landes gleichwol j wir zu Lande durch Uregga reisten. Ausser Stande kein Unrecht wenn man bei seinen Worten zwischen durch die dichten W�lder vorw�rts zu kommen kreuzten den Zeilen liest. Auch ohne 30 Jahre in Afrika ge- wir den Lualaba und setzten unsere Reise l�ugs des wesen zu sein kann man die urspr�ngliche Wildheit I linken Ufers durch das nord�stliche Ukusu fort. Ein- und Unzug�nglichkeit des Laudes seiner Bedeutung nach sch�tzen die tiefe sittliche Stufe des durch G r a u s a m k e i t e n u n d e n k l i c h s t e r A r t i m Ge f o l g e d e s Sklavenhandels entmenschten Volkes erkennen und sich eine Vorstellung machen von den f�rchterlichen Entbehrungen selbst inmitten der reichsten Natur ein Hungerland nennt es Livingstone selbst w�h- rend er Gegenden von Italienischer Sch�nheit und Fruchtbarkeit schildert von zum Wahnsinn f�h- geborene leisteten uns Widerstand und qu�lten uns Tag und Nacht t�dteten und verwundeten unsere L e u t e m i t v e r g i f t e t e n P f e i l e n . U n s e r K a m p f d u r c h diese Kannibalen-Gegenden wurde fast hoffnungslos. Wir versuchten die Wilden durch Geschenke und Milde zu bes�nftigen. Unsere Geschenke wiesen sie zur�ck unser geduldiges Betragen betrachteten sie als Feigheit. Um unsere Lage noch beklagenswerter zu machen weigerte sich unsere in Nyangwe engagirte renden Fiebern Dissenterieu und Rheumatismen Eskorte von 140 Mann weiter zu gehen. Zu derselben aller Art und dem Reisenden die geistigen uud k�rper- lichen Qualen nachf�hlen welche Misstrauen Unzu- verl�ssigkeit Arglist Uebervortheilung Diebes- und Mordgel�ste Dummheit und Bosheit kindischer Trotz T�cke Verl�umdung der eingeborenen Ragen in we- Zeit machten die Eingeborenen eine grossartige An- strengung uns ganz und gar zu vernichten. Wir ver- theidigten uns aber es gab nur einen Weg aus unserer ungl�cklichen Lage zu entkommen woll- ten wir nicht umkehren und das begonnene Werk niger ruhig angelegten oder anerzogenen Naturen aufgeben und dieser Weg war Gebrauch von erwecken m�gen welche doch der H�lfe der Ein- unseren K�hnen zu machen. Obgleich wir auf geborenen umsoweniger entbehren k�nnen je h�utiger die H�lfe aus der Heimath sie gar nicht oder ver- sp�tet erreicht. Wenn es bei alledem die h�chste Anerkennung verdient dass ein Livingstone gewissermassen sich mit dem Evangelium und seiner genauen Kunde der reli- gi�sen Anschauungen der Eingeborenen seinen Weg durch den Continent uud auf unz�hligen Kreuz- und Querfahrten in ihm selber bahnte uud sich die Liebe und Treue seiner alten Begleiter in dem Grade sicherte dass sie seinen Leichnam 1200 Sm. weit nach Zanzibar zur�cktrugen damit er in seiner Heimath die ewige Ruhe finden k�nne so ist doch auch ein junger Lieut. Cameron neben vielen Anderen zu bewundern der zum ersten und einzigen Male mitten in den Schrecken der Wildniss und zwischen ihren feind- seligen mindestens misstrauischen Bewohnern gele- gentlich auf die Tatzen des Leoparden und auf die nicht ausbleibende S�hne f�r angedrohtes Unrecht hinweist noch ist Stanley zu tadeln welcher der offenen dem Wasser den Wilden gegen�ber entschieden im Vortheil waren gestaltete sich doch der Fortschritt jeden Tages zu einer Wiederholung des vorausge- gangenen Tages. Es war ein verzweifeltes K�mpfen ein Vorw�rtsdringen mit Gewalt flussabw�rts bis wir mitten in diesen fortgesetzten K�mpfen von einer Reihe grosser Catarakte f�nf an der Zahl und nicht weit von einander entfernt s�dlich und n�rd- lich vom Aequator aufgehalten wurden. Um diese zu passiren mussten wir 13 engl. Meilen weit uusern Weg durch dichten Wald hauen und unsere 18 K�hne nebst dem Erforschuugsboot zu Lande fort- schaffen wobei wir h�utig die Aexte mit den Gewehren vertauschten wenn wir angegriffen wurden. Nac h Passirung dieser Catarakte hatten wir eine lange Pause um zu Athem zu kommen von der Arbeit unsere Fahrzeuge �ber Land zu schleppen. In 2 0 N. Br. bog der grosse Lualaba von seinem fast gerade nach Norden gerichteten Laufe nach Nordwesten dann nach Westen endlich nach S�dwesten ab ein an Daily-Telegraph vom 10. August v. J . am Schl�sse seiner letzten Reise hier w�rtlich anf�hren E mb o mma C o n g o - F l u s s We s t k � s t e vo n A f r i k a den 10. August 1877. Am 8. d. IL langte ich hier von Zanzibar an mit 115 Seelen in furchtbarein Zustande. Wir ver- liessen Nyangwe in Manyema am 5. Nov. 1876 indem

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