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Unsere Kolonialwirtschaft in ihrer Bedeutung für Industrie, Handel und Landwirtschaft

Bibliographic data

fullscreen: Unsere Kolonialwirtschaft in ihrer Bedeutung für Industrie, Handel und Landwirtschaft

Structure type:
Monograph
Collection:
Kolonialismus
Title:
Unsere Kolonialwirtschaft in ihrer Bedeutung für Industrie, Handel und Landwirtschaft
Place of publication:
Berlin
Year of publication:
1910
Publisher:
Kolonial-Wirtschaftliches Komitee
Scope:
132 S.

Shelfmark:
Kw D l 6
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1782562710

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
A. Industrie

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
II. Baumwolle

Contents

Table of contents

  • Unsere Kolonialwirtschaft in ihrer Bedeutung für Industrie, Handel und Landwirtschaft
  • Die Entwicklung des Handels der deutschen Kolonien
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • A. Industrie
  • I. Allgemeines
  • II. Baumwolle
  • III. Kautschuk, Guttapercha und Balata
  • IV. Faser- (Hanf-) und Ölrohstoffe
  • V. Tropische Hölzer und Gerbstoffe
  • VI. Mineralische Rohstoffe
  • VII. Tierische Produkte
  • VIII. Nahrungs- und Genußmittel (Kolonialwaren)
  • B. Handel
  • C. Landwirtschaft
  • Schluß. Ausblicke für unsere Volkswirtschaft
  • Der Stand des Eisenbahnbaues in den englischen, französischen und deutschen Kolonien in Afrika

Full text

Baumwolle, 
1691, 1908/09: 2337 Ballen. Neben anderen Maßnahmen und Ein- 
richtungen hat sich besonders die Ackerbauschule in Nuatjä be- 
währt, die vom Komitee zu dem Zwecke errichtet wurde, die Baum- 
wollkultur der Eingeborenen durch systematische Anleitung und 
Ausbildung zu heben; die Schule ist im Jahre 1908 von der Re- 
gierung übernommen worden. Um auch die Qualität der Togobaum- 
wolle zu heben, hat das Komitee neuerdings dem Gouvernement 
Qualitätsprämien zur Verteilung an Eingeborene für gute Leistungen 
im Baumwollbau zur Verfügung gestellt. 
Im Jahre 1902 dehnte das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee 
seine Baumwollbauversuche auch auf Deutsch- Ostafrika aus, 
Auch hier haben die im Laufe der Jahre geschaffenen Einrichtungen, 
wie Versuchs- und Lehrplantagen, Entkörnungsanlagen und Auf- 
kaufsmärkte, Saatverteilung, Aussetzung von Garantiepreisen u. a., 
gute Erfolge gezeitigt, Die Produktion ist stetig gewachsen (von 
11/, Ballen im Jahre 1902 auf 1081 Ballen 1908, 2077 Ballen zu 
250 kg 1909), die erzielten Qualitäten sind recht zufriedenstellend, 
Im Jahre 1906 sandte das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee den 
ersten Dampfpflug nach Ostafrika, wodurch die Ausdehnung der 
Baumwollplantagenkultur einen weiteren Ansporn erhielt, Heute 
sind bereits sieben Dampfpflüge in der Kolonie im Betrieb. Im 
Jahre 1907 nahm der Baumwollanbau in Deutsch-Ostafrika einen 
weiteren Aufschwung durch die Beteiligung deutscher Großindustrieller. 
So trat im Oktober 1907 unter anderen das Pflanzungsunternehmen 
der Leipziger Baumwollspinnerei bei Sadani in Tätigkeit, dem 
sich andere, wie das des Kommerzienrats Otto-Stuttgart, anreihten. 
In der Entwickelung begriffen sind zur Zeit 12 große Baumwoll- 
plantagen, die im ganzen 85 000 ha Land belegt haben. Im Jahre 
1908 waren in der Kolonie bereits 6144 ha mit Baumwolle bepflanzt. 
Diese Fläche ist inzwischen weiter angewachsen. Die für die Baum- 
wollkultur wichtige Frage der Wasserversorgung ist durch zwei Ex- 
peditionen des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees der Lösung näher 
gebracht worden. 
Die Baumwollanbauversuche in Kamerun und Deutsch-Süd- 
westafrika werden vom Kolonial-Wirtschaftlichen Komitee vorläufig 
durch geeignete Maßnahmen, wie Saatverteilung, Bewertung von 
Proben u, a., unterstützt, bis auch hier die politischen und Verkehrs- 
verhältnisse ein planmäßiges Vorgehen wie in Togo und Ostafrika 
gestatten, 
Entsprechend der Bedeutung des kolonialen Baumwollbaues ist 
die Organisation des Versuchswesens durch Vereinbarung zwischen 
20
	        

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Unsere Kolonialwirtschaft in Ihrer Bedeutung Für Industrie, Handel Und Landwirtschaft. Kolonial-Wirtschaftliches Komitee, 1910.
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